Druckartikel: „Rückenschmerzen können wir heilen“

„Rückenschmerzen können wir heilen“


Autor: Redaktion

Forchheim, Montag, 11. Mai 2026

Chefarzt Sagar Singh hält im Klinikum Forchheim einen Fachvortrag über osteoporotische Frakturen der Wirbelkörper.


Rückenschmerzen kennt fast jeder. Die Ursachen sind vielfältig. „Wer über chronische Rückenschmerzen klagt, könnte unter einer osteoporotischen Wirbelkörperfraktur leiden“, erklärte Sagar Singh, Chefarzt für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim , im Rahmen eines Fachvortrages auf Einladung des Fördervereins.

Wer besonders im fortgeschrittenen Alter von ständigen Rückenschmerzen geplagt wird, könnte in Folge von altersbedingtem Knochenschwund ( Osteoporose ) einen Wirbelbruch erlitten haben. „Wenn auch nur ein einziger Wirbel einen noch so kleinen Bruch aufweist, hat das häufig negative Folgen für die gesamte Wirbelsäule“, erläuterte Chefarzt Singh, „Frauen sind häufiger betroffen als Männer.“

Auch Risikofaktoren wie Alkohol und Nikotin könnten die Qualität der Knochen neben zunehmendem Alter vermindern. Doch würden Brüche der Wirbelkörper in der Praxis häufig nicht erkannt, weil Röntgenaufnahmen im Liegen und nicht im Stehen durchgeführt würden. Aus diesem genauso einfachen wie fatalen Grund wüssten viele Betroffene häufig nicht, dass ein feiner Bruch eines kleines Wirbelkörpers der Auslöser für die starken Schmerzen ist. Ein äußerliches Merkmal für Osteoporose ist laut Singh beispielsweise eine abnehmende Körpergröße.

Ist schon ein Wirbelkörper gebrochen, gebe es ebenfalls auffällige Anzeichen. „Dann erinnert das Hautbild auf dem Rücken an einen Tannenbaum“, erklärte Singh und zeigte auf ein Beispielbild eines Betroffenen mit den symptomatischen Hautfalten. Glücklicherweise könnten Menschen neben Osteoporose auch Rückenschmerzen vermeiden. Neben Diäten würden sich auch Sport und Fitness positiv auswirken. „Ich rate meinen Patienten immer: Schonen Sie sich nicht! Bleiben Sie nicht zu Hause auf dem Sofa. Gehen Sie nach draußen und bleiben Sie in Bewegung!“

Wenn konservative Methoden nicht mehr ausreichen, empfiehlt Singh eine operative Aufrichtung des Wirbelkörpers . „Wir machen einen ganz kleinen Schnitt und spritzen in den betroffenen Wirbelkörper etwas Knochenzement.“ Der Eingriff dauere nur eine Viertelstunde. Direkt nach der Operation könnten die Patienten sofort wieder laufen.

Zum Abschluss des Abends wurden verdiente Mitglieder des Fördervereins für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Nikolas Pelke, Pressesprecher Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz