Pfarrkirche erstrahlt in neuem Glanz
Autor: Fränkischer Tag
, Donnerstag, 02. Juli 2026
Die Schnaider Kirche St. Peter und Paul ist nach umfangreicher Sanierung wieder geöffnet
Rechtzeitig zum Patronatsfest ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Schnaid nach rund 14 Monaten Bauzeit mit einem feierlichen Gottesdienst wiedereröffnet worden.
Sie ist das kirchliche Herzstück der Region und betreut als zentrale Pfarrei die Gläubigen aus Schnaid und Stiebarlimbach (Gemeinde Hallerndorf) sowie aus Großbuchfeld, Kleinbuchfeld, und Rothensand (Marktgemeinde Hirschaid). Pfarrer Matthias Steffel und Diakon Anton May zelebrierten die Messe, zu der zahlreiche Gläubige gekommen waren, um den renovierten Kirchenraum erstmals zu erleben.
Anschließend begrüßten Kirchenpflegerin Ramona Friedel und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Lunz die Besucher zu einem gemütlichen Beisammensein auf dem Kirchplatz. Zu den Gästen zählten auch der Hallerndorfer Bürgermeister Gerhard Bauer und der Hirschaider Bürgermeister Stefan Endres.
In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer Matthias Steffel die Kirche als „vertraut und doch ganz neu“. Nach den Monaten, in denen die Gottesdienste im Dorfgemeinschaftshaus Rothensand gefeiert wurden, könne die Pfarrgemeinde nun an ihren angestammten Ort zurückkehren. Ein Gotteshaus sei weit mehr als ein Gebäude aus Stein und Holz – es sei der Ort, an dem Himmel und Erde einander näherkämen.
Geräte kehren zurück
Während des Gottesdienstes kehrten auch die liturgischen Geräte und Ausstattungsgegenstände an ihre angestammten Plätze zurück – Kerzen, Blumenschmuck und weitere Gegenstände wurden wieder aufgestellt. Auch das Allerheiligste wurde feierlich in den Tabernakel zurückgebracht. Für einen besonders bewegenden Moment sorgte der neunjährige Valentin Lunz, der das Ewige Licht zurück in die Pfarrkirche trug – ein symbolisches Zeichen für die Rückkehr des kirchlichen Lebens in das Gotteshaus.
Der Kirchenraum präsentiert sich nach der Sanierung hell und freundlich. Wände und Decken wurden instandgesetzt, das Inventar restauriert, Fenster überarbeitet sowie Elektroinstallation, Beleuchtung, Lautsprecheranlage und Heizung erneuert. Auch die Sitzpolster wurden ausgetauscht.
Mehr als 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden kamen dabei zusammen. Freiwillige entfernten alten Putz, schliffen und strichen, räumten Schutt weg, organisierten Material oder sorgten für die Verpflegung der Helfer. Viele von ihnen verbindet eine besondere Beziehung mit ihrer Kirche. Wer selbst an Decke, Wänden, Türen oder Kirchenbänken gearbeitet hat, weiß genau, an welcher Stelle er mit angepackt hat. Das historische Bauwerk wird dadurch mit noch größerer Wertschätzung betrachtet.