Nach zwei Jahren wieder freie Fahrt in Gößweinstein
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 14. Oktober 2026
Große Erleichterung und ein Hauch von Feierstimmung herrschten in Gößweinstein. Mit einem symbolischen Akt wurde die letzte Absperrung der Ortsdurchfahrt inmitten der Petzoldstraße beiseite geräumt. Nach einer langen und nervenaufreibenden Bauzeit ist der Kernort nun wieder komplett frei befahrbar.
„Ich glaube, es ist nicht vermessen zu sagen: Heute ist ein ganz besonderer Tag für Gößweinstein“, betonte der Zweite Bürgermeister Manfred Hänchen ( CSU ). Er vertrat den Bürgermeister Georg Rodler (FW/BMG/SPD), der sich auf einem Bürgermeisterlehrgang befand. Sichtlich erleichtert rief Hänchen in Richtung der versammelten Bürger und Projektbeteiligten aus: „Die Baustelle kommt weg – wir haben fertig!“
„Dekorativer Charakter“
Damit geht eine langwierige Phase der Einschränkungen zu Ende. Die Zeit der Absperrungen sei nun endgültig vorbei. Dass sich zuletzt ohnehin kaum noch jemand an die Barrieren gehalten hatte und diese laut Hänchen teilweise nur noch „dekorativen Charakter“ besaßen, spielte beim feierlichen Banddurchschnitt keine Rolle mehr.
Seit 2024 glich Gößweinstein einer einzigen, großflächigen Baustelle . Für viele Betroffene vor Ort zog sich die Maßnahme gefühlt wie eine Ewigkeit hin.
Ihren Anfang nahm die Großbaustelle am Behringersmühler Berg. Von dort aus fraßen sich die Bagger schrittweise durch den gesamten Ort. Als die mit Abstand größte logistische und nervliche Herausforderung entpuppte sich im Verlauf der Arbeiten die Petzoldstraße. Während deren Vollsperrung blieb dem Verkehr lediglich die Ausweichstrecke über den schmalen Finsterweg. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich dieser zu einem viel befahrenen Nadelöhr im gesamten Landkreis Forchheim.