Motorrad-Demo will Zeichen setzen
Autor: Fränkischer Tag
, Donnerstag, 17. Sept. 2026
Die Fellows Ride engagieren sich für eine Entstigmatisierung von Depressionen ein
Etwa 100 Motorräder im Konvoi, mit Polizeibegleitung, werden am Samstag durch die Fränkische Schweiz fahren. Es wird laut und „es kommt zur Störung. Wir setzen das deutsche Demorecht um, wir stehen für etwas ein, für die Entstigmatisierung von Depressionen “, sagt Thomas Vogel von den Fellows Ride. Das ist eine internationale Initiative, die mit Motorraddemonstrationen auf die Volkskrankheit Depressionen aufmerksam macht und dabei Spenden sammelt - nicht nur in Deutschland, aber Jahr für Jahr, um damit auch jährlich ein anderes Projekt zu unterstützen.
Die Spenden erhält heuer der Verein „Irrsinnig Menschlich“, der sich für die Entstigmatisierung von Depressionen einsetzt und auch in Schulen geht, um Kinder und Jugendlichen von der Grundschule bis zum Studium ein Ohr und eine Stimme zu geben. „ Kinder leiden unter Schulmobbing“, erzählt Vogel.
Auch über das Smartphone werde gemobbt und sicher spiele die häufige Benutzung auch eine Rolle beim Entstehen von Depressionen . Die meisten Kinder und Jugendliche redeten nicht darüber, hätten niemanden, der wirklich zuhört.
Manche Eltern fühlten sich hilflos und oft würden die Bildungseinrichtungen nichts von Mobbing hören wollen. Getreu der typischen „drei Affen“ – nichts sagen, nichts hören, nichts sehen. Thomas Vogel kennt eine Lehrerin aus einem anderen Bundesland, die ihren Job aus diesen Gründen an den Nagel gehängt habe.
Mobbing habe viele Gesichter und könne still geschehen. Gemobbte Kinder und Jugendliche würden dann erwachsen. „Sie sind die Verlierer von morgen. Sie leiden ein Leben lang unter dem Mobbing, werden sich auch im Beruf ducken“, sagt Vogel. „Manche merken das nicht, für sie ist es normal geworden, sich als Loser zu fühlen“, erklärt Vogel.
Kreislauf der Depression