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Marktgemeinderat Pretzfeld hebt die Hundesteuersätze deutlich an


Autor: Carmen Schwind

Pretzfeld, Freitag, 05. November 2021

Bei seiner jüngsten Sitzung beschloss der Marktgemeinderat Pretzfeld eine neue Satzung für die Erhebung der Hundesteuer. Die Steuer beträgt nun für de...


Bei seiner jüngsten Sitzung beschloss der Marktgemeinderat Pretzfeld eine neue Satzung für die Erhebung der Hundesteuer . Die Steuer beträgt nun für den ersten Hund nicht mehr 40, sondern 50 Euro. Für den zweiten Hund beträgt sie statt 50 nun 80 Euro. Für jeden weiteren Hund fallen nicht mehr 60, sondern 100 Euro an.

Für jeden ersten sogenannten Kampfhund muss der Besitzer weiterhin 800 Euro zahlen, für jeden weiteren jedoch 1000 Euro. Als Kampfhunde sind Hunde definiert, „bei denen aufgrund rassespezifischer Merkmale, Zucht und Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren auszugehen ist“.

Außerdem stellten die Räte den Jahresabschluss für den Betrieb gewerblicher Art – Wasserversorgung und Photovoltaikanlage – zum 31. Dezember 2019 mit einem Jahresverlust von 24 931 Euro fest. Dieser wird fortgeschrieben. Ferner beschloss das Gremium, dass ein darüber hinaus zur Verfügung stehender Betrag den Rücklagen zugeführt werden soll, um künftig die gesamte Wasserversorgungseinrichtung in einem Zustand zu erhalten, der die Versorgung sicherstellt.

Zudem wurde das Gremium über Unter- und Überschreitungen bei den Ausgaben von 2019 informiert. Bürgermeister Steffen Lipfert (FW) stellte fest, dass es keine genehmigungspflichtigen Überschreitungen gebe. Er informierte die Räte darüber, dass die Inbetriebnahme des Tiefbrunnens im ersten Quartal 2022 vorgesehen sei.

Des Weiteren stimmte der Marktgemeinderat der Bedarfsermittlung zur Aufstellung der Maßnahmen für das Städtebauförderprogramm 2022 und die Fortschreibungsjahre 2023 bis 2025 zu. Für Maßnahmen in der Judengasse wurden hier beispielsweise 200 000 Euro angegeben, für die Freilegung von Grundstücken 20 000 Euro oder für möglichen Grunderwerb ebenfalls 20 000 Euro. Zudem beschloss das Gremium die Umsetzung des Leader-Projektes „Inventarisierung und Inwertsetzung der jüdischen Friedhöfe Pretzfeld und Hagenbach“.

Lipfert informierte auch darüber, dass es einen Weihnachtsmarkt an der Kirche geben werde und dass eine Auftaktveranstaltung für ein mögliches Nahwärmenetz in Wannbach stattgefunden habe. Die Präsentation könne auf der Homepage der Marktgemeinde eingesehen werden.