Klinikbetrieb läuft trotz Umbau
Autor: Redaktion
Forchheim, Mittwoch, 09. März 2022
Baustelle Die Erweiterung des Klinikums Forchheim liegt im Zeitplan, sie schafft zusätzlichen Platz für die interventionelle Kardiologie, die von Ebermannstadt nach Forchheim verlagert wird. Es kommt allerdings zu erheblichen Kostensteigerungen.
Die Arbeiten am Klinikum in Forchheim gehen voran undliegen zeitlich im geplanten Rahmen. Am 31. August 2023 soll laut Pressemitteilung des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz der fertige Bau von Leiter Gerhard Reisinger übergeben werden.
Mit dem Umbau wird auf rund 1700 Quadratmetern zusätzlich Platz geschaffen für die interventionelle Kardiologie, die von Ebermannstadt nach Forchheim verlagert wird. Die Intensivstation wird um eine Intensivüberwachungspflege (Übergang zwischen Intensiv- und Normalstation) erweitert und die Notaufnahme den Ansprüchen an eine interdisziplinäre zentrale Notaufnahme angepasst. Hinzu kommen Ärztezimmer und Umkleiden.
An 50 Krankenhäusern im Einsatz
Gerhard Reisinger, der mehr als 50 Krankenhäuser weltweit gebaut hat, erklärt die Besonderheiten. Das Forchheimer Krankenhaus sei eine kleine Klinik mit überschaubaren Gebäuden, die nicht zu hoch seien: „Der Standort gewinnt durch die Umbauten an Qualität. Die Inneneinbauten in die Bettenhäuser sind notwendig, aber man zerstört nicht das Ensemble des Gebäudes. Ich habe Umbauten gehabt, da ist kein Stein auf dem anderen geblieben und danach hat die Kiste zum Fürchten ausgeschaut. Das ist in Forchheim nicht der Fall.“
Auch die Lage des Krankenhausgebäudes sei außergewöhnlich und ein großes Plus: eingebettet zwischen Siedlungen, mit der Wiesent, die im Bogen um das Gelände verläuft, und mit Wald und Wiesen in der Nähe. Die Nähe zum Fluss und der hohe Grundwasserpegel bringen auch Herausforderungen mit sich. So bildet eine weiße Wanne – eine wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion – das Fundament des 2006 gebauten Hauses.
Bis zu zwölf Meter tief
Unter dem Fundament gibt es ein Tonsteinvorkommen aus Feuerletten (Mittlerer Keuper), das eine geringere Standfestigkeit hat. Deshalb wird die Bodenplatte auf mit Beton ausgegossenen Bohrpfählen befestigt, die bis zu zwölf Meter tief in den Boden gebohrt wurden. Es müsse erschütterungsarm gebohrt werden, um die weiße Wanne nicht zu beschädigen.