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Kleintransporter fährt ungebremst auf Lkw auf


Autor: Redaktion

Trockau, Donnerstag, 24. Februar 2022

Am Mittwoch gegen 19.45 Uhr hat sich auf der A 9 zwischen den Autobahnanschlussstellen Trockau und Bayreuth-Süd ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. ...


Am Mittwoch gegen 19.45 Uhr hat sich auf der A 9 zwischen den Autobahnanschlussstellen Trockau und Bayreuth-Süd ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach derzeitigem Stand fuhr ein 25-jähriger Rumäne mit seinem Kleintransporter aus noch ungeklärter Ursache ungebremst auf einen auf der rechten Spur fahrenden Sattelzug auf.

Der Kleintransporter schleuderte nach dem Zusammenstoß nach links über alle drei Fahrspuren in die Betonleitwand und blieb dort stark deformiert liegen. Der Fahrer des Kleintransporters, welcher nicht angeschnallt war, konnte sich selbst aus dem Transporter befreien, wurde aber so schwer verletzt, dass laut Einschätzung des Notarztes mit dem Ableben zu rechnen war.

Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt, jedoch wurde auch der Lkw-Anhänger stark beschädigt. Beide Fahrzeuge mussten teils mit schwerem Gerät geborgen und abgeschleppt werden. Die Unfallstelle war auf einer Länge von 300 Metern auf allen Fahrstreifen mit Trümmern übersät.

Für die Dauer der Unfallaufnahme, Bergung und Reinigung war die Autobahn in Richtung Berlin für rund vier Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Pegnitz ausgeleitet. Neben den Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehren Trockau und Bayreuth, des Rettungsdienstes, des THW Pegnitz und der Autobahnmeisterei Trockau im Einsatz.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Gesundheitszustand des Fahrers nach wie vor kritisch. Er wird im Krankenhaus intensivmedizinisch versorgt. Es entstand ein Gesamtschaden von circa 60 000 Euro.

Die Geduld verloren

Aufgrund des Unfalls war die A 9 zwischen Trockau und dem Parkplatz Sophienberg in Fahrtrichtung Berlin gesperrt. Ein 22-jähriger Rumäne verlor die Geduld im Stau und fuhr mit seinem Kleintransporter durch die gebildete Rettungsgasse bis zur Unfallstelle. Dies konnten eine Streife der Verkehrspolizei Bayreuth und weitere Zeugen beobachten. Den Fahrer erwarten nun eine Geldbuße in Höhe von 240 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. pol