Druckartikel: Jonas Greiner: „Größter Kabarettist Deutschlands“ kommt ins Junge Theater Forchheim

Jonas Greiner: „Größter Kabarettist Deutschlands“ kommt ins Junge Theater Forchheim


Autor: Redaktion

Forchheim, Mittwoch, 22. April 2026

Jonas Greiner


Am Samstag, 25. April, gastiert Jonas Greiner um 20 Uhr mit seinem neuen Comedy- und Satireprogramm „Auf Augenhöhe“ im Jungen Theater Forchheim . Bekannt ist der 28-Jährige von Auftritten bei Kabarett aus Franken und Night-Wash. Mit dieser Zeitung spricht er darüber, was Besucher an diesem Abend erwartet.

Mit 2,07 Metern werden Sie auch scherzhaft als „größter Kabarettist Deutschlands“ bezeichnet. Kokettieren Sie mit dem Titel Ihres neuen Programms mit Ihrer Körpergröße oder meinen Sie damit eher Respekt und Wertschätzung als Werte an sich?

Jonas Greiner (lacht): Klar! „Auf Augenhöhe“ bedeutet, dass das Publikum nicht sitzt, sondern jeder eine kleine Leiter bekommt, damit er auch 2,07 Meter groß ist. Nein, natürlich dürfen alle sitzen und es soll vielmehr heißen, dass es thematisch und von der Art und Weise her ein Abend auf Augenhöhe wird. Ich glaube, es ist in dieser Zeit ganz wichtig, dass man mehr auf die Gemeinsamkeiten schaut, die wir haben – und nicht auf das, was uns trennt. Gemeinsam lachen über Themen, die uns irgendwie alle betreffen, das ist doch etwas Schönes. Ohne Belehrungen und erhobenen Zeigefinger, sondern einfach lustig und unterhaltsam.

Wieso wird man Comedian?

Um Dinge, die einen beschäftigen, humoristisch zu verarbeiten und den Menschen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Es ist auch eine gute Möglichkeit, um Gesellschaftskritik zu verpacken, zum Nachdenken anzuregen. Aber natürlich auch, um einfach zu unterhalten. Außerdem macht das alles extrem viel Spaß!

Sie kommen aus Lauscha in Thüringen. Das ist immer für einen Lacher gut, oder?

Im Gegenteil! Wer lacht schon über den Nabel der Welt?

Woher haben Sie Ihre Schlagfertigkeit?

Die entwickelt sich wohl mit den Erfahrungen, die man macht. Wer viele komische Dinge gefragt wird, dem fallen auch mehr komische Antworten ein.

Wer ist Ihr künstlerisches Vorbild? Und warum?

Die SPD. Sie bringt immer die besten Pointen, ist seit über 150 Jahren deutschlandweit auf Tour und verdient richtig gutes Geld.

Wo wollen Sie in zehn Jahren beruflich sein?

Auf den Bühnen des Landes unterwegs, im Fernsehen, im Internet und ab und zu mal in Forchheim natürlich.

Hat man es als „Ossi“ bei Auftritten im Westen schwerer?

Manchmal gibt es hämische Kommentare oder blöde Fragen, die aus Vorurteilen gegenüber dem Osten resultieren. Aber da tröste ich mich mit meinem rein über den Soli finanzierten Luxus-Sportwagen.

Wie und wo war Ihr erster Auftritt? Wie Ihr peinlichster, wie Ihr geilster – und warum?

Beim heimischen Fasching als Büttenredner. Da gab es nur gutes Feedback, außer zwei beleidigenden Zwischenrufen. Die waren aber von meinem Vater, also konnte ich es verkraften. Der erste Auftritt als Stand-up-Comedian war in Graz, weil ich möglichst weit weg von der Heimat sein, aber dennoch Deutsch reden wollte. Es lief gut und deshalb habe ich weitergemacht. Peinliche Auftritte gab es schon auch mal, grade am Anfang. Geile Auftritte gibt es immer wieder, da ist es schwer, jetzt den einen auszumachen, der nun der bislang geilste war. Es ist immer dann ein guter Abend, wenn die Stimmung toll ist und die Leute beim Rausgehen sagen: „Das war super. Gerne wieder.“

Auf was freuen Sie sich in Forchheim am meisten?

Auf die Groupies nach der Vorstellung und einen schönen Abend mit lieben Menschen.

Auf was dürfen sich die Besucher im Jungen Theater freuen?

Auf einen abwechslungsreichen und lustigen Abend, an dem wir alle gemeinsam eine gute Zeit verbringen werden. Lachen auf Augenhöhe eben. red