Die Kirchengemeinde Wannbach hat ihre Mesnerin, Christine Mühlhäußer, nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Stellvertretend für die Gemeinde bedankten sich Bernd Richter , der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, und Pfarrer Stefan Berner. Dabei hoben sie vor allem hervor, wie vielfältig die Arbeit von Mühlhäußer in diesen Jahren war, und würdigten die Verlässlichkeit der Mesnerin.

Sie hatte sich um den Ablauf der wiederkehrenden Gottesdienste zu Ostern, Weihnachten, Erntedank und die damit verbundenen Vorbereitungen – Putzen der Kirchenräume, Einsammeln von Erntegaben, Schmücken des Christbaumes – gekümmert, die Kirche für die Gemeinde auf- und zugesperrt, die Lieder angesteckt und die Glocken geläutet, um nur einige Aufgaben zu nennen. Zudem hatte sie noch zahllose Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen begleitet. Da immer alles reibungslos funktionierte, war die Arbeit oft als selbstverständlich angesehen worden. Der Dank galt auch der Familie, die sie bei ihrer Arbeit – etwa beim Winterdienst – stets tatkräftig unterstützte.

Christine Mühlhäußer hatte ihren Dienst Anfang 1976 angetreten und war in ihrer Amtszeit sechs Pfarrern – sowie deren Vertretungen – und acht verschiedenen Kirchenvorständen eine Ansprechpartnerin. Sie musste sich dabei auch auf deren unterschiedliche Vorstellungen und Besonderheiten einstellen, was sicher nicht immer einfach war. Aber die Kirchengemeinde , so machte Kirchvorstand Richter deutlich, konnte sich stets auf sie verlassen, auch bei kurzfristigen Planänderungen.

Christine Mühlhäußer freut sich auf den Ruhestand , bleibt jedoch der Kirchengemeinde weiterhin verbunden. Sie wird vielleicht nicht mehr jeden Gottesdienst besuchen und wird sich erst noch daran gewöhnen müssen, den Platz in der Kirche nun frei wählen und den Gottesdienst einfach als Besucher ohne jegliche Aufgaben und Pflichten genießen zu dürfen. red