Headbangen in Neunkirchen
Autor: Fränkischer Tag
, Sonntag, 04. Oktober 2026
Beim Hemmerleinhalle Revival 2.0 feierten 1200 Besucher die örtliche Rockgeschichte mit sieben Bands
Sieben Tribute-Bands erinnerten in der Mehrzweckhalle beim „Hemmerleinhalle Revival 2.0“ an jene Gruppen, die einst in der legendären Hemmerleinhalle spielten und an Erlebnisse, die viele Fans bis heute nicht vergessen haben.
Halb erfroren kam Thomas damals in Neunkirchen an. Es war der 7. Februar 1984 und der heute 58-Jährige war mit dem Mofa von Forchheim hergefahren. In der Hemmerleinhalle spielte an diesem Abend Venom, eine britische Metal-Band, die später als Wegbereiter des Black Metal gelten sollte. Als Vorgruppe dabei: eine damals noch junge Band namens Metallica.
Vier Langhaarige kamen rein
Vor dem Konzert saß Thomas mit Freunden in einem Neunkirchener Gasthaus. „Wir haben ein Bier getrunken, dann ging die Tür auf, und dann kamen vier so Langhaarige rein“, erinnert er sich. „Das waren dann die vier Herren von Metallica.“ An diesem Abend spielte die Band ihr erstes Konzert in Deutschland. Mehr als vier Jahrzehnte später ist Thomas wieder dabei: Beim „Hemmerleinhalle Revival 2.0“.
Auch Jürgen Duske aus Erlangen hat die früheren Zeiten in Neunkirchen erlebt. Der 62-Jährige ging mit den Geschwistern der Familie Hemmerlein zur Schule und erfuhr deshalb früh, welche Bands nach Neunkirchen kamen.
Nach der Schule half er beim Aufbau und war hinter der Bühne dabei. „Ich war quasi bei jedem Konzert, egal bei welchem“, erzählt er. Mit Bands, „die damals noch sehr, sehr unbekannt waren“, habe er Zeit im Backstage-Bereich verbracht. Zu seinen Erinnerungen gehört eine Szene, die heute kaum vorstellbar ist: Mit Bon Scott und Angus Young von AC/DC spielte Duske in der Umkleide mit Coladosen Fußball.