Die Gemeinde Neunkirchen solle der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen beitreten (AGFK), beantragte Bettina Wittmann für die Grünen-Fraktion im Marktgemeinderat . „Beim Thema Radwegenetz geht es uns zu langsam voran“, begründet Werner Kruckow (Grüne) den Antrag. Das sehen die anderen Fraktionen anders.

„Wir wollen den Fahrradverkehr fördern“, beschreibt Zweiter Bürgermeister Martin Mehl ( CSU ) den allgemeinen Tenor. Doch eine Mitgliedschaft ohne genaue Informationen zu beschließen, funktioniere nicht. Dabei gehe es der CSU nicht um die 1250 Euro Jahresmitgliedsbeitrag, sondern um die Voraussetzungen. Wie viele Personen und Stellen müssen dafür vorgesehen werden? Welchen Aufwand bedeutet die Mitgliedschaft?

Auch die Freien Wähler möchten aufgrund der aktuellen finanziellen Situation die Verpflichtungen geprüft wissen, die bei einem Beitritt auf die Gemeinde zukommen werden. Sie wünschen, dass das Konzept auch für den Freizeitsektor wie Trails oder Radwege zwischen den Gemeindeteilen erweitert wird. Die Verwaltung wird nun den Beitrittsantrag prüfen. Mit einer Gegenstimme wurde das so beschlossen.

Schon in der Bauausschusssitzung hatten die Grünen ohne Erfolg beantragt, die Verbindungsstraße nach Rosenbach als Fahrradstraße zu widmen. Dann dürften dort nur noch Anlieger und Fahrradfahrer fahren.