Großer Andrang bei Einsteiger-Exkursion

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Der Theoriekurs fand im Landgasthof Zehner in Eggolsheim-Drosendorf statt.
Der Theoriekurs fand im Landgasthof Zehner in Eggolsheim-Drosendorf statt.
Kathrin Hämmerle

Zum Theorieteil im Landgasthof Zehner in Drosendorf wurde das Nebenzimmer gut gefüllt und der Vorsitzende des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV), Kreisgruppe Forchheim, Helmut Schmitt, gab eine umfassende Einführung in die Grundlagen der Vogelbeobachtung.

Dabei kamen laut Mitteilung des LBV zuerst anatomische Bezeichnungen der Vögel zu Wort, mit der anschaulichen Erklärung, warum diese wichtig sind. Wenn man sich prägnante Merkmale bei einer neuen Vogelbeobachtung merken könne, könne man diese danach mit Bestimmungsbüchern oder im Gespräch mit einem Experten abgleichen und so oft die erspähte Vogelart bestimmen.

Im Anschluss an das Basiswissen stellte Schmitt noch einige der häufigsten Vögel vor, darunter viele Klassiker aus dem Stadtpark oder Garten. Neben Gefiedermerkmalen spielte Schmitt auch jeweils die Gesänge und Rufe vor, um eine Grundlage für das sogenannte Verhören von Vögeln zu legen.

Zum Schluss des Theorieabends konnten die Teilnehmer in einem kurzweiligen Quiz ihre erlernten Fähigkeiten testen.

Trotz Dauerregens fanden sich zwei Tage später wieder über 20 Teilnehmer in Großenohe ein, um dort entlang des Großenoher Bachs, von Schmitt geleitet, das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Der Regen brachte dabei sogar einen kleinen Vorteil: Während bei strahlendem Sonnenschein zu dieser Jahreszeit (in der Balz) viele Vögel durcheinander singen, waren nun die vereinzelten Stimmen deutlich erkennbar.

Viele der im Basiswissen beschriebenen Arten konnten gefunden werden, darunter Rotkehlchen, Amseln , Zilpzalp, Eichelhäher, Kohlmeise, Blaumeise, der kleine, aber laute Zaunkönig sowie der kleinste Vogel in Deutschland, das Sommergoldhähnchen. Die Teilnehmer waren mit aufmerksamen Ohren und dem Fernglas stets im Anschlag voller Enthusiasmus bei der Sache und jeder konnte erste Erfolge beim „Birding“ verzeichnen.

Das Theorie- und Praxis-Event „Vogelexkursion für Einsteiger“ fand großen Anklang, und es wurden direkt Wünsche für weitere Veranstaltungen dieser Art geäußert. So denkt Schmitt mit seiner Kreisgruppe über detailliertere Führungen mit vorhergehender Theorie in speziellen Habitaten oder für spezielle Vogelfamilien nach, zum Beispiel im Wald oder für Wasservögel (Gänsevögel, Taucher, Schreit- und Watvögel).

Unter lbv-forchheim.de können sich Interessierte über das aktuelle Programm und anstehende Exkursionen informieren und mit der Kreisgruppe in Kontakt treten.

Kathrin Hämmerle,

Landesbund für Vogel- und

Naturschutz in Bayern