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Garden sollen wieder tanzen


Autor: Carmen Schwind

LKR Forchheim, Montag, 08. November 2021

Fasching  Die Vorbereitungen für die Karnevalszeit laufen im Landkreis – auch wenn die Verunsicherung angesichts der Corona-Maßnahmen groß ist.
Die Juniorengarde von Schwarz-Weiß Gößweinstein bei der Prunksitzung im vergangenen Jahr


„Ich freu‘ mich drauf, endlich wieder zu feiern“, sagt Richard Gstader, Vorsitzender des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr Gräfenberg. Am 11. November beginnt die fünfte Jahreszeit – Fasching. Im letzten Jahr fiel der jedoch pandemiebedingt aus. Deshalb freuen sich die Narren in dieser Session umso mehr und hoffen, dass ihre Veranstaltungen diesmal stattfinden können.

In Gräfenberg ist beispielsweise am 19. Februar ein Faschingsball in der Grundschulturnhalle geplant. Es soll die Garde aus Lauf kommen, ein Männerballett geben und eine Maskenprämierung. Gefeiert und getanzt wird dann bei Live-Musik. Die Frage, ob auch in Ebermannstadt in dieser Session Fasching gefeiert wird, beantwortet Volker Hoess, Sitzungspräsident des Elferrates der Stadt Ebermannstadt, mit einem lauten und deutlichen: „Ja!“ Allerdings muss er hinzufügen: „Aufgrund der aktuellen Situation kann nur auf Sicht entschieden werden, welche Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können.“

Die Veranstaltungen sollen nach den 3G-plus-Regeln stattfinden. Hoess verrät auch gleich das Motto dieser Session: „Kein Fasching im vergangenen Jahr, hier sind wir wieder – E.B.S. Aha!“

Beim Heiligenstadter Faschingsverein „die heiligen Stadtschnecken“ hat sich während der Pandemie viel getan. Im neuen Vorstand gibt es viele neue und junge Gesichter. „Alle Vereinsmitglieder, vor allem die Garden, freuen sich närrisch, dass es wieder Veranstaltungen gibt und der Fasching wieder gefeiert werden darf“, sagt Präsidentin Manuela Müller und erzählt, dass alle fleißig üben und den Auftritten entgegenfiebern.

In diesem Jahr wird es allerdings keinen Rathaussturm geben, sondern eine Faschingseröffnung mit Bühne und Umzug am Sportheim. Es ist noch nicht klar, wo die Prunksitzungen stattfinden werden. Auch hier kann sich coronabedingt noch einiges ändern. Ebenso wie in Neunkirchen am Brand. „Wir hoffen, dass, soweit möglich, wieder richtiges Vereinsleben stattfinden kann“, sagt Steffen Habel, Vorsitzender des Neunkirchner Carnevals Vereins. Auch hier freuen sich die Mitglieder, die Garden trainieren und die Büttenredner schreiben an ihren Vorträgen.

„Die Faschingsgesellschaft ,Narrenkübel Schwarz-Weiß Gößweinstein 1978‘ plant nach einem Jahr Zwangspause wegen Corona für die kommende Session wieder Veranstaltungen, zumal in dieser Session auch ‚etwas Besonderes‘, das 44-jährige Bestehen, ansteht“, verrät Kassier Bernhard Bauernschmitt und sagt weiter: „Ganz klar, es freuen sich die Aktiven des Vereins, aber auch viele Freunde und treue Besucher unserer Veranstaltungen warten wieder auf ‚ihre Gößweinsteiner Narren.‘“ Im Verein läuft das Training der Garden. Für die Veranstaltungen wurden aktuell die 3G-plus-Regeln festgelegt, die konsequent geprüft werden sollen. „Dafür wurden auch bereits extra bedruckte Kontrollbändchen beschafft“, erklärt Bauernschmitt.

Unsicherheit belastet die Vereine

Sollte 2G kommen, werde auch das umgesetzt. „Belastend für uns Vereinsverantwortlichen ist die laufende latente Unsicherheit über die weitere Corona-Entwicklung, denn kein Mensch weiß, wie sich das gesetzliche Regelwerk im Januar und im Februar darstellen wird. Insofern bleibt schlicht das ‚Prinzip Hoffnung‘ übrig“, so Bauernschmitt.

Unsicher ist die Planung auch in Heroldsbach. Es soll einen Rathaussturm, eine Prunksitzung und einen Festumzug geben. Anita Hofmann, Präsidentin des „Fosanochtsverein Heroldsbacher Narren“, meint: „Wir wissen ja nicht, wie es mit Corona weitergeht!“ Sie erzählt, dass sich aber alle freuen und für die Auftritte trainieren, denn die Garden brauchen ein Ziel: einen Auftritt. Sie hofft, dass schon bald wieder „Heroldsboch helau“ zu hören ist.

Der Forchheimer Faschingsverein „Die Närrischen Siedler Lichteneiche Forchheim“ hat derzeit nur eine Schlüsselübergabe geplant. „Es gibt in Forchheim derzeit keine Möglichkeit, eine Prunksitzung unter den gegebenen Umständen abzuhalten“, erklärt Ewald Stilkerich, Vizepräsident des Vereins. Man sei in Verhandlung wegen der Jahnhalle. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass unter den aktuellen Gegebenheiten ein Faschingsumzug stattfinden wird.