Der Vorsitzende der Leader-Aktionsgruppe (LAG) „Kulturerlebnis Fränkische Schweiz“, Landrat Hanngörg Zimmermann (FW), übergab im Rahmen einer kleinen Feierstunde gemeinsam mit Leader-Managerin Marion Rossa-Schuster eine Förderurkunde zur Unterstützung des ehrenamtlich initiierten Projektes „Uraufführung des Oratoriums ,Tanz um das Goldene Kalb‘“ des Kulturvereins Wirnt von Gräfenberg .
Landrat Zimmermann sagte: „Kreative Projektideen scheitern leider oft am Mittelbedarf. Das ist umso bedauerlicher, als dahinter oft hochmotivierte, ehrenamtlich engagierte Menschen stehen, die bereit sind, Zeit, Kraft und Ausdauer für das Gemeinwohl zu investieren.“ Ziel sei es, ehrenamtliches Engagement in der Region unbürokratisch mit einem Zuschuss zu belohnen und zu fördern. „Mit der Förderung von bis zu 2500 Euro setzen wir genau hier an – als Anschub, als Unterstützung und auch als Zeichen der Wertschätzung für Ihr Engagement“, so der Landrat weiter.
Der Kulturverein Wirnt von Gräfenberg und seine ehrenamtlichen Mitglieder planen aktuell ein einmaliges musikalisches Großprojekt: die Uraufführung des Konzerts „Der Tanz ums Goldene Kalb“, ein Oratorium für Orchester, Chor, Solo-Stimmen und Sprecher. Der Text stammt von Manfred Schwab und die Musik von Wolfgang Junga. Eingebettet in den Lutherbibel-Text des Alten Testaments werden die menschliche Goldgier und ihre Folgen beispielhaft durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart dargestellt.
Das Projekt wird in ehrenamtlichem Engagement realisiert. Für die geplante Uraufführung in der Gräfenberger Dreieinigkeitskirche hat der Komponist und Chorleiter Wolfgang Junga ein Projekt-Ensemble von Musikern und Solisten sowie Chormitgliedern aus verschiedenen Laien-Chören zusammengestellt und probt mit diesen seit Herbst 2025. Beteiligt sind an dem Projekt annähernd 40 Mitwirkende.
Mit dem Oratorium soll eine Vernetzung von ehrenamtlichen Sängern und Musikern des Landkreises bis in die benachbarten Landkreise gelingen. Beantragt wird ein Zuschuss zu den Produktionskosten (Werbekosten, Grafikkosten, Kostüme, Verpflegung).
Landrat Zimmermann betonte, dass die Ehrenamtlichen durch ihre Ideen, ihre Arbeitskraft, ihre Zeit und nicht zuletzt ihre Begeisterung, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, in hohem Maße zur Verbesserung und Bereicherung der Gesellschaft beitragen würden. „Dies ist in unserer Zeit, in der wir durch wechselnde Krisen ständig auf neue Bewährungsproben gestellt werden, nicht selbstverständlich.“ Für die Umsetzung ihrer Projekte wünschte er den Ehrenamtlichen viel Erfolg. Anschließend erläuterte LAG-Managerin Rossa-Schuster, dass alle ehrenamtlichen Initiativen insgesamt ein Jahr Zeit für die Umsetzung ihrer Projekte haben. „Das Geld fließt, wenn die erfolgreiche Projektumsetzung dem Leader-Management mit einem Bild- und Sachbericht angezeigt wird.“ Mit Dank und Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit wurde die feierliche Übergabe der Förderurkunde beendet. red