Ein Treff für Jung und Alt
Autor: Thomas Weichert
Kirchehrenbach, Dienstag, 07. Sept. 2021
Gemeinderat Ein früheres Firmengebäude in Kirchehrenbach wird zur provisorischen Mehrgenerationentagesstätte.
Vor etwa zwei Jahren hatte die Gemeinde Kirchehrenbach das Nebengebäude der ehemaligen Baufirma Knörlein gekauft, das unmittelbar an die Freifläche der Kindertagesstätte angrenzt. Damals in der Absicht, den einstöckigen sanierungsbedürftigen Flachbau, in dem sich sogar ein Schwimmbad befindet, für Lagerzwecke des Kindergartens nutzen zu können. Nun soll daraus eine provisorische Mehrgenerationentagesstätte werden, die befristet auf drei Jahre vom Caritasverband Bamberg-Forchheim betrieben wird.
Allerdings sind für diese befristete Umnutzung Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich, für deren Ermittlung die Gemeinde die Planwerkstatt Pasemann + Schierlein mit der Bauplanung beauftragt hat. So soll ein barrierefreier Zugang ins Gebäude selbst geschaffen werden, weiterhin ein barrierefreies WC und eine Durchreiche von der noch zu entstehenden Teeküche in den geplanten Gemeinschaftsraum.
Die Umbaukosten werden in der nun vorgelegten Planung mit 99 350 Euro beziffert, wenn man die Arbeiten öffentlich ausschreibt. Johannes Schnitzerlein ( CSU ) rechnete während der Gemeinderatssitzung jedoch nur mit Materialkosten von 30 000 bis 40 000 Euro, weil die meisten Arbeiten die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs selbst erledigen können. Nicht nur die Barrierefreiheit und den Trockenbau, auch die Malerarbeiten.
Schnitzerlein räumte zwar ein, dass die Bauhofstunden auch etwas kosten, betonte aber, dass der Bauhof in dem Gebäude ja schon viel gemacht habe. Ziel sei eine Fertigstellung der Mehrgenerationentagesstätte, die dann von allen Bürgern der Verwaltungsgemeinschaft Kirchehrenbach-Weilersbach-Leutenbach genutzt werden könne, spätestens zum 1. Januar 2022. Sie soll dann nicht nur als Treffpunkt für Senioren dienen, sondern könnte auch von der Kindertagesstätte mit genutzt werden. Denn dort kann coronabedingt der Turnraum derzeit nicht genutzt werden, weil die Abstände nicht eingehalten werden können. Ein Aspekt für Bürgermeisterin Anja Gebhardt ( SPD ), diesem Projekt positiv gegenüberzustehen.
Gemeinde nur Vermieterin
Auf die Frage aus dem Rat, was die Caritas denn als Miete bezahlt, um die Investitionskosten einigermaßen wieder hereinzubringen, antwortete die Rathauschefin, dass dies erst noch verhandelt werden müsse. Für die Einrichtung würde jedoch die Caritas sorgen, die Gemeinde sei dann nur Vermieter des Gebäudes, hieß es. Außerdem seien Mietverträge dann in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln.