In zahlreichen Gemeinden im Landkreis Forchheim stehen sie schon: die bunten Mitfahrbänken, die einst hochgelobt und gefeiert wurden. Das Prinzip ist einfach: Man setzt sich auf die Bank und wartet, bis ein Auto hält, das einen dann in den nächsten Ort oder sogar weiter mitnimmt.

In Zeiten von Corona setzt sich aber kaum noch jemand auf die Mitfahrbank und kaum noch jemand hält an, um den möglichen Mitfahrer mitzunehmen. Der meist fremde Fahrgast könnte ja ansteckend sein. In der Marktgemeinde Gößweinstein gibt es diese Mitfahrbänke noch nicht. Schon öfter wurde dieses Thema aber im Marktgemeinderat diskutiert, jüngst auch wieder in der Haupt- und Finanzausschusssitzung, in der es um die Aufstellung des Vermögenshaushalts und somit um die für dieses Jahr voraussichtlichen Investitionen ging.

Inzwischen, so der Tenor im Rat, kristallisierte sich jedoch heraus, dass diese Art der Fortbewegungsmöglichkeit seitens der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt wurde, erklärte Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW). Auch die Senioreninitiative „Gemeinsam statt einsam“ vertrete die Auffassung, dass die sogenannten Mitfahrbänke ein falsches Instrument zur Fortbewegung für ältere Menschen seien. Besser wäre der Bürgerbus. Die Überlegungen, sich am Bürgerbusprojekt zu beteiligen, wurden jedoch unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie zunächst zurückgestellt.