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„Debert II“ wird vorbereitet


Autor: Redaktion

Ebermannstadt, Dienstag, 15. Februar 2022

Die Planungen für die Erschließung des neuen Baugebiets „Debert II“ am nordöstlichen Stadtrand von Ebermannstadt sind im vollen Gange. Neben den laufe...


Die Planungen für die Erschließung des neuen Baugebiets „Debert II“ am nordöstlichen Stadtrand von Ebermannstadt sind im vollen Gange. Neben den laufenden Planungen für die Herstellung der Erschließung und dem laufenden Verfahren der förmlichen Umlegung müssen laut Pressemitteilung der Stadt die zukünftigen Bauflächen vorbereitet werden.

Noch im Februar, außerhalb der Vogelbrutzeit, sind demnach die Beseitigung von Altgras, Stockausschlägen und Gehölz auf einer Gesamtfläche von circa 1500 m Quadratmetern und die Fällung von einzelnen hochstämmigen Laubbäumen vorgesehen. Zudem werden auf einer Länge von insgesamt etwa 70 Metern Hecken zurückgeschnitten und auf Stock gesetzt.

Erschließungsstraße

Die Eingriffe erfolgen in einem Teilbereich des Baugebiets , welcher für die Erschließungsstraße vorgesehen ist. Die Heckenbestände und Gehölze auf den Flächen der zukünftigen Baugrundstücke bleiben laut Stadt von diesen Maßnahmen unberührt.

Des Weiteren würden Maßnahmen zur Landschaftspflege und bezüglich des Artenschutzes durchgeführt. Für die Umsetzung wurde der Biologe Bernhard Moos beauftragt. Er begleitet die Umsetzung der Maßnahmen, erstellt Leistungsverzeichnisse, wählt Flächen zur Umsetzung aus, prüft Baumbestände auf Höhlen und Lebewesen (zum Beispiel Fledermausquartiere), weist Dienstleister ein und führt selbst bestimmte Maßnahmen durch. U.a. wurde bereits vor der anstehenden Fällung der Bäume die Kontrolle auf Höhlen und Fledermausquartiere durchgeführt.

Als künftige Höhlenbäume

Die zu fällenden Bäume würden unter Umständen als Höhlenbaum an anderer Stelle, als stehendes Totholz mit Höhlen wieder aufgestellt. Außerdem würden Baumteile für Artenschutzmaßnahmen wiederverwendet (zum Beispiel Anbringung von Stamm-/Aststücken mit Hohlräumen auf städtischen Flächen).

Eine weitere Maßnahme zur Kompensation sei das Anbringen von acht Holzbetonnistkästen und von Stamm-/Aststücken mit Hohlräumen auf städtischen Flurstücken auch außerhalb des Baugebiets . Die Anbringung der Nistkästen sei noch in dieser Woche geplant, die Anbringung der Baumteile nach der Fällung.

Schutz der Zauneidechse

Auch zum Schutz der Zauneidechse sei die Anlage einer Habitat-Fläche auf einem städtischen Grundstück nordöstlich des Baugebiets im März geplant. Der Baubereich werde im Frühjahr durch den Biologen Moos zusätzlich auf Vorkommen der Zauneidechse untersucht. Bei Entdeckung von Exemplaren würden diese in das neue Habitat umgesetzt.

Als weitere Ausgleichsmaßnahme ist laut Stadtverwaltung das Anlegen von Ersatzhecken außerhalb des Baugebiets vorgesehen. Die Umsetzung ist für den Herbst geplant. Eine entsprechende Festsetzung ist im Bebauungsplan definiert. red