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Bläserphilharmonie zeigt Energie und Hingabe bei Gastspiel in Bamberg


Autor: Fränkischer Tag

Forchheim, Montag, 20. April 2026

Die Musiker brillierten in der Bamberger Konzerthalle.


Gut 1200 Fans der Bläserphilharmonie Forchheim erlebten einen berauschenden musikalischen Abend in der Konzerthalle in Bamberg. Wie es in einem Pressebericht des Musikvereins Forchheim-Buckenhofen heißt, war vom ersten Takt an die Leidenschaft und Energie, die auch das Stück „Summon The Heroes“ von John Williams ausstrahlt, mit Händen zu greifen. Diese Energie, gepaart mit der unbändigen Spielfreude der 80 Musikerinnen und Musiker, sei dem Einsatz von gleich zwei Dirigenten zu verdanken, die an diesem denkwürdigen Abend am Pult standen. Als Gastdirigent fungierte Professor Michael Euler, dazu kam der künftige Chefdirigent Stefan Grefig, der seinen Lebensmittelpunkt inzwischen im nahe gelegenen Unterfranken hat.

„La forza del destino“ (Die Macht des Schicksals), die weltberühmte Opernsinfonie von Giuseppe Verdi , klingt so dramatisch, wie ihre Handlung es tatsächlich ist. Hier habe sich eindrucksvoll gezeigt, wie facettenreich das Ensemble mit seinem Dirigenten in eine derart anspruchsvolle Partitur eintauchen kann.

Dann kam laut Pressebericht der Höhepunkt des Abends: die junge Solo-Flötistin Lena Samel. In Forchheim geboren, entdeckte sie bereits im Alter von sieben Jahren beim Musikverein Forchheim ihre Liebe zur Musik. Nach Abitur und Masterabschluss promoviert sie derzeit im Fach Musikpädagogik an der Europa-Universität Flensburg. Cecile Chaminade schrieb das „Concertino für Flöte“, ein romantisches Werk voller virtuoser Passagen, das Lena Samel mit großer Hingabe präsentiert habe.

Mit „Libertadores“ von Oscar Navarro entführte das Orchester das Publikum pathetisch in die Welt der südamerikanischen Freiheitskämpfer und verabschiedete sich in die Pause. Nach der Pause meldete sich das Ensemble mit einem historischen Militärmarsch zurück. Mit „Hoch Heidecksburg“ habe das Orchester bewiesen, dass es auch diesem Genre der Bläsermusik viel abgewinnen kann und bereitete sich, dem Dirigenten und vor allem dem Publikum eine große Freude.

In der „Second Suite for Band“ von Alfred Reed sei auf ganz andere Art das Können aller Beteiligten gefordert worden. Mit lateinamerikanischen Tänzen wie dem Calypso, dem Tango, der Guaracha und dem Paso Doble wurden alle Spielarten von Leichtigkeit und Lebenslust vermittelt. Anschließend sei Stefan Grefig, designierter Dirigent der Bläserphilharmonie Forchheim , auf das Podest gesprungen und habe mit den berühmten Melodien des Welterfolgs „The Phantom of the Opera“ einen Sturm von Gefühlen bei den Zuhörern entfacht. Ein markerschütternder Schrei – und das Ende von Erik, dem „Phantom der Oper“, war gekommen. Nach dem fetzigen Swing-Klassiker „Sing Sing Sing“ endete das Konzert mit einer ergreifenden und am Ende umjubelten Version von Brahms ’ Wiegenlied „Guten Abend, gut’ Nacht“. red