Ein weiterer Schwerpunkt des 56 Seiten starken Heftes ist der Großbrand von 1812, dem mehr als 70 Gebäude im Dorf zum Opfer fielen: Am 20. Juni abends – die meisten Ortsbürger waren noch auf den Feldern – begann es durch eine Unvorsichtigkeit eines Bewohners in einem kleinen Haus an zu brennen. Zur gleichen Zeit zog ein Gewitter auf und der Wind fachte das Feuer weiter an, verteilte es auf die angrenzenden Strohdächer der umliegenden Häuser.
Der Schaden war beträchtlich: Wie man hinterher feststellte, wurden 37 Betroffene ermittelt und mit insgesamt 15 000 Gulden (fl.) von der Brandversicherung entschädigt. Trotzdem, wenn man bedenkt, dass die Wochenkosten eines Fünfpersonenhaushaltes damals sieben Gulden betrugen und beim Brand auch der Hausrat, ein Baby und sogar Vieh verbrannte, kann man erahnen, wie viel Leid über das Dorf gekommen ist.
Das kann man durchaus vergleichen mit den Überflutungen im vergangenen Jahr beispielsweise im Ahrtal. Ob Wasser oder Feuer, beide Elemente können fürchterliche Schäden anrichten.
Weitere Themen des Geschichtsheftes sind die Auswanderung nach Amerika, die Edelgeschlechter, die Anteile an dem Rittergut hatten, der berühmte Kampf gegen die Franzosen 1796, eine Liste der Bürgermeister der früher selbstständigen Gemeinde und wichtige Ereignisse im Dorf in den letzten 200 Jahren.
Hier ist das Heft erhältlich
Ein gelungenes Heft, das sicherlich viele Leser findet; allein schon deshalb, weil die letzte Arbeit über das Dorf vom ehemaligen Bürgermeister Hanni Ziegler, der seine Erinnerungen niedergeschrieben hatte, schon viele Jahre her ist. Damit erinnert der Autor auf seine Weise an die Zeit der ersten Ortsnennung vor 650 Jahren. Das A4-Heft gibt es zum Preis von zehn Euro in der Touristinfo Egloffstein, beim Autor selber, in der Nähstube Bieberbach (Bogner, Nr. 45) und im Büro der Firma Heizungsbau-Förtsch (Nr. 52).