Im Rahmen der Novemberhilfe wurden bisher rund 6,1 Millionen Euro und im Rahmen der Überbrückungshilfe II knapp 2,3 Millionen Euro an Unternehmen und Soloselbstständige im Landkreis Forchheim ausbezahlt. Dies teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oberfranken mit. Michael Waasner , IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Forchheim , zeigt sich erleichtert, dass die Auszahlung "nach einem holprigen Start aufgrund schwerwiegender Softwareprobleme zügig erfolgen konnte".

Bei der Novemberhilfe erstattet der Staat den Betrieben, die während des Teil­lockdowns im November schließen mussten, bis zu 75 Prozent ihres ausgefallenen Umsatzes. Betroffen von den Einschränkungen waren vor allem Hotels , Gaststätten , Fitnessstudios , Freizeiteinrichtungen, die Reisebranche und Veranstalter.

58 Prozent aus dem Gastgewerbe

Insgesamt wurden bisher über 430 Anträge auf Novemberhilfe im IHK-Gremium Forchheim mit einer Gesamtfördersumme von rund 6,1 Millionen Euro bewilligt. Davon flossen bis Mitte März rund 58 Prozent in das Gastgewerbe , gefolgt von 16 Prozent in den Bereich des Handels und der Reparatur von Kraftfahrzeugen. 91,9 Prozent der Anträge wurden positiv beschieden, 83 Prozent der beantragten Gelder bisher ausbezahlt. Anträge auf Novemberhilfe können noch bis Ende April gestellt werden.

Mit der Überbrückungshilfe II bezuschusst der Bund die laufenden Fixkosten von Selbstständigen, Betrieben und anderen Organisationen im Zeitraum September bis Dezember 2020. Im IHK-Gremium Forchheim wurden im Rahmen der Überbrückungshilfe II bislang knapp 2,3 Millionen Euro an fast 150 Betriebe ausgezahlt. Darunter gingen gut 840 000 Euro an das Gastgewerbe und knapp 410 000 Euro an Unternehmen im Wirtschaftszweig "Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen ". Zu diesem Bereich gehören unter anderem Reisebüros , Event- und Messeveranstalter. 89,1 Prozent der Anträge wurden positiv beschieden, 87,6 Prozent der beantragten Gelder bisher bewilligt. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II endete am 31. März.

Unternehmen brauchen Perspektive

Michael Waasner meint: "Die Corona-Pandemie beeinflusst nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch die Wirtschaft erheblich." Vielen Unternehmen hätten die staatlichen Hilfen geholfen, ihre Zahlungsfähigkeit abzusichern. "Die Corona-Hilfen können allerdings nie alle Verluste abdecken. Umso wichtiger ist es, mit dem Testen und Impfen voranzukommen, um unseren Unternehmen eine Perspektive zu geben", sagt der IHK-Vizepräsident.

400 Vollzeitkräfte bearbeiten die Anträge

Für die Prüfung und Auszahlung der verschiedenen Corona-Hilfen ist in Bayern die IHK für München und Oberbayern verantwortlich. Nach den Startschwierigkeiten, die vor allem der fehlenden Software geschuldet waren, hätten letztendlich in Bayern Anträge schneller als in anderen Bundesländern bewilligt und ausgezahlt werden können.

Kraftakt für die Unternehmen

"Dieser Kraftakt war wichtig für unsere Unternehmen, von denen viele ums Überleben kämpfen", stellt Waasner fest, "Ziel muss es nun sein, dass auch die Anträge für die weiteren Corona-Hilfen, von der Dezemberhilfe über die Neustarthilfe bis hin zur Überbrückungshilfe III, ähnlich schnell geprüft und bewilligt werden." 150 Mitarbeiter der IHK in München bearbeiten die Anträge, unterstützt von 250 externen Vollzeitkräften, unter anderem von Beamten des Freistaats, Mitarbeitern der Messe München und von Personaldiensten. red