240.000 Euro für 35 Projekte

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Die Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim schüttet 240.000 Euro für gemeinnützige Organisationen im Landkreis Forchheim aus. 35 Projekte werden unterstützt.
Die Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim schüttet 240.000 Euro für gemeinnützige Organisationen im Landkreis Forchheim aus. 35 Projekte werden unterstützt.
Sparkasse Forchheim

So viel Geld hat die Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim in den vergangenen 15 Jahren noch nie zur Stärkung des Ehrenamtes und zur Steigerung...

So viel Geld hat die Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim in den vergangenen 15 Jahren noch nie zur Stärkung des Ehrenamtes und zur Steigerung der Lebensqualität in der Region vergeben. 240.000 Euro kommen 35 Projekten zugute.

Eine „Kulturterrasse am Kreuzberg“ soll künftig Open-Air-Veranstaltungen ermöglichen. Ein gepflastertes Außenpodest hat die in die Jahre gekommene Holzbühne ersetzt. Hinzu kommt noch ein Sonnensegel.

Der Wiederaufbau der Ruine Streitburg käme viel zu teuer. Aber eine virtuelle Rekonstruktion könnte Besuchern zeigen, wie die Burg am Ende des Mittelalters ausgesehen hat. Auch die jüdischen Friedhöfe in Pretzfeld und Hagenbach sollen vermessen, digitalisiert und die nur noch schwer leserlichen Inschriften wieder sichtbar gemacht werden.

Ein besonderer Bau ist die Sternwarte auf dem Feuerstein bei Ebermannstadt. Dort will Frank Fleischmann den Besuchern auch bei schlechtem Wetter „einen Himmel bieten“. Dazu braucht es einen Projektor, um ein atemberaubendes Planetarium zu erschaffen.

Die Brücke verbindet die Weiler Haag und Wöhr. Nun soll der Übergang über die Wiesent zu einem Hingucker werden. Der Kunstschmied Hubert Hunstein wird ein drei Meter hohes Geländer mit einem Balkon gestalten, um am Fuße der Ruine Neideck noch eine Publikumsattraktion zu schaffen.

Jugendheim der Kolpingfamilie

Das Jugendheim der Kolpingfamilie Forchheim hat mehr als 60 Jahre auf dem Giebel. Nach der Generalsanierung kommt nun die Inneneinrichtung mit einer Teeküche und Einbauschränken an die Reihe. Man könne die Räume anderen Vereinen etwa für Orchester- oder Chorproben zur Verfügung stellen, so Herbert Wolfrum.

Die Nachwuchsförderung liegt Claudia Heim vom Nordbayerischen Musikbund Forchheim am Herzen. Deshalb wird es einen Lehrgang für 78 junge Musiker geben. Bei den Weilersbacher Musikanten will Stefan Roppelt nach dem aufwendigen Bau eines Vereinsheims nun für alle mit einem Instrument auch einheitliche Trachten anschaffen.

Die FFW Forchheim will mit einer „Zukunftswerkstatt“ neue Mitglieder und ehrenamtliche Helfer gewinnen. In Kunreuth und Umgebung sind mehr als 30 ehrenamtliche „Alltagsbegleiter“ unterwegs. Nach Katastrophen müssen Menschen auch aus zerstörten Gebäuden gerettet werden. Die BRH-Rettungshundestaffel Forchheim bildet dafür spezielle Trümmerhunde aus. Bei Katastropheneinsätzen außerhalb des Landkreises braucht das THW Forchheim „ein Dach über dem Kopf“, so Dieter Wölfel vom Helferverein. Da sei ein Aufenthalts- und Mannschaftszelt, in dem auch Feldbetten aufgestellt werden könnten, genau das Richtige.

Für den Katastrophenfall

Das Bayerische Rote Kreuz Forchheim hat sich eine mobile Heizung angeschafft, um im Katastrophenfall Notunterkünfte wärmen zu können, so Michael Fees. Zudem muss ein neuer Rettungswagen beschafft werden. Den ländlichen Raum bei der medizinischen Versorgung nicht abhängen will Andreas Rösch von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Forchheim . Eine App soll rund 30 herzkranke Menschen abseits der Zentren im Auge behalten.

In ihrer Weihnachtskrippe fehlten die 80 Zentimeter großen Figuren Ochs und Esel noch. Das soll beim Heimat- und Trachtenverein Weilersbach nun anders werden, wie Bernhard Hack und Alexandra Krause berichteten. Erstmals haben die „Blätterwald-Literaturtage“ in mehr als 30 Lesungen Schülern die Begegnung mit Schriftstellern ermöglicht. „Das sind die Leser der Zukunft“, so Emanuela Cavallaro von der Volkshochschule des Landkreises Forchheim .

Im nächsten Jahr will das „Zirk-Art-Festival“ mit einer Sensation aufwarten. Erstmals werden Trapezartisten aus der französischen Partnerstadt Biscarrosse in Forchheim auftreten.

Die Grundschule Pretzfeld wird ein „Wasser-Klassenzimmer“ unter anderem mit Mikroskopen bekommen. Zwölf Wochen im Jahr herrscht „spielzeugfreie Zeit“ im Kindergarten „Sonnenschein“ in Eckental/Forth. Jetzt fehlen nur noch die dafür nötigen pädagogischen Hilfsmittel.

In Kunreuth haben Sabine Schütz und ihre Mitstreiter von der Kindertagesstätte den alten Sportplatz aus einem 50-jährigen Dornröschenschlaf erweckt. Daraus ist nun ein großer Abenteuerspielplatz geworden. In der Frühförderung der Lebenshilfe Forchheim brauchen Peter Pfann und Romy Heise einige Tablets mit spezieller Lern- und Therapie-Software, damit die kleinen Menschen mit Handicap besser ins Leben starten können. Außerdem hat sich die heilpädagogische Tagesstätte einen äußerst nützlichen Therapiestuhl zugelegt.

Andere Vereine klagen über Mitgliederschwund. Harald Poßer von der SpVgg-DJK Heroldsbach-Thurn nicht. Bei inzwischen 1200 Mitgliedern platzte das alte Sportheim aus allen Nähten. Nach einer Grundsanierung entstehen derzeit zwei dringend benötigte zusätzliche Übungsräume.

Weitere Begünstigte sind die Kirche St. Walburga in Oberehrenbach, die katholische Kirchenstiftung Heilige Dreifaltigkeit Gößweinstein, die Balthasar-Neumann-Musiktage in der Basilika Gößweinstein, das Wallfahrtsmuseum Gößweinstein, die Umweltstation Liasgrube in Unterstürmig, der Bund Naturschutz Forchheim und der Schützenverein Victoria Buckenhofen. red