Ein kleiner Beitrag, der hoffentlich – auch mehr als vier Monate nach der verheerenden Flut im Ahrtal – hilft, Not zu lindern. Und zwar bei den selbst vom Hochwasser betroffenen Feuerwehrleuten: Der Betrag von 1313 Euro ist an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler überwiesen worden. Den Löwenanteil davon, nämlich 1000 Euro, steuerte die Jugendfeuerwehr Kirchehrenbach aus ihrer eigenen Kasse bei.

Kurz nach der Flutkatastrophe im schwer getroffenen Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz war klar, dass es viele Feuerwehrleute , die selbst im Einsatz waren, privat getroffen hat. Teilweise das ganze Hab und Gut ist in den Fluten zerstört worden. Darüber hinaus gab es zahlreiche beschä-digte oder zerstörte Feuerwehrhäuser samt Fahrzeugen und Ausrüstung.

Ende Juli hatte die Feuerwehr Kirchehrenbach daher in Abstimmung mit dem Kreisfeuerwehrverband Ahrweiler eine Geräte-Spendenaktion vorbereitet. Aber aufgrund dutzender Hilfslieferungen aus dem ganzen Bundesgebiet kam es dazu nicht mehr. „Wir hatten selbst einiges an Ausrüs-tungsgegenständen in Abstimmung mit der Bürgermeisterin bereitgestellt und zusammen mit Kreisbrandrat Oliver Flake wollten wir die Landkreiswehren abfragen“, erklärt Kommandant Sebastian Müller. Innerhalb von 48 Stunden überschlugen sich die Ereignisse aber, da bundesweit Feuerwehren und Firmen mit ihren Sachspenden den betroffenen Landkreis direkt ansteuerten.

„Deshalb haben wir nach Rücksprache mit dem Kreisfeuerwehrverband Ahrweiler unsere Aktion gleich wieder gestoppt. Wir hätten gerne geholfen, aber keiner hat etwas davon, wenn dort dann Gegenstände doch nicht benötigt werden“, so Feuerwehrchef Müller. Helfen wollte man aber trotzdem.

So kam es dann im Herbst zu einer internen Spendenaktion. Privat steuerten die Kirchehrenbacher Brandbekämpfer etwas bei und der Feuerwehrverein legte 150 Euro auf den Tisch. „Aber der Beitrag unserer Jugendfeuerwehr mit 1000 Euro übertrifft alles, was man sich vorstellen kann“, bewundert der Kommandant den Nachwuchs. „Für uns war eigentlich gleich klar, dass wir mit unseren Mitteln den Feuerwehrleuten dort einfach unter die Arme greifen können“, erklärt Jugendsprecherin Luisa Prell im Namen der elf Jungen und Mädchen. red