Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2021 zur Förderung von Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen in freier Trägerschaft Ausgabemittel in Höhe von 631 550 Euro und in kommunaler Trägerschaft in Höhe von 230 293 Euro, insgesamt somit in Höhe von 861 843 Euro bewilligt. Darauf weist die Regierung in einer Pressemeldung hin. Zuwendungsempfänger in freier Trägerschaft sei unter anderem der Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen e.V. mit 46 617 Euro.

Der Freistaat Bayern unterstützt mit diesem Förderprogramm die Landkreise und kreisfreien Städte, die im Zusammenwirken mit den freien Trägern der Jugendhilfe Beratungsstellen für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien in bedarfsgerechtem Umfang vorhalten. Die Mittel stammen aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.

Erziehungsberatungsstellen sind Teil der örtlichen psychosozialen Grundversorgung und der Krisenhilfe für junge Menschen und Familien. Eltern, sonstigen Erziehungsberechtigten, Familien und jungen Menschen werden Beratung sowie pädagogische und damit verbundene therapeutische Leistungen angeboten. Die Hilfe verfolgt das Ziel zur Lösung persönlicher und intra-

familiärer Probleme sowie solcher des sozialen Umfeldes. Die Ratsuchenden sollen bei der eigenständigen Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben und beim (Wieder-)Aufbau förderlicher Sozialisations- und Erziehungsbedingungen unterstützt werden.

Leistungen dieser Beratungsstellen sind unter anderem die Förderung und Stabilisierung der Entwicklung und sozialen Integration von jungen Menschen, auch mit besonderen Schwierigkeiten oder belastenden Erlebnissen wie seelischer, körperlicher oder sexueller Gewalt, kurzfristige Krisenintervention, die Klärung und Unterstützung bei der Bewältigung intrafamiliärer Beziehungskonflikte der Eltern und ihre Auswirkungen auf die Kinder, insbesondere auch bei Scheidung. Die Förderung erfolge ohne Rechtsanspruch und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel, heißt es in der Pressemitteilung. Gefördert werden die Personalkosten des hauptamtlichen Fachpersonals auf der Grundlage von Festbeträgen. red