Fensterbrettla
Autor: Redaktion
Forchheim, Mittwoch, 15. März 2017
Wer in der Hornschuchallee dieser Tage weilt, kann sich schon auf Ostern einstimmen. Auch in den Supermärkten grüßen schon die Schoko-Osterhasen von den Reg...
Wer in der Hornschuchallee dieser Tage weilt, kann sich schon auf Ostern einstimmen. Auch in den Supermärkten grüßen schon die Schoko-Osterhasen von den Regalen und bunt gefärbte Ostereier kann man fast das ganze Jahr über kaufen. Der Mythos macht Jahr für Jahr die Runde: Nichtverkaufte Schoko-Weihnachtsmänner werden eingeschmolzen und als Osterhasen wiederverkauft. Die Hersteller sagen eindeutig "Nein" und verweisen auf das deutsche Lebensmittelrecht. Es verbietet, einmal ausgelieferte Lebensmittel wieder zurückzunehmen und neu zu verarbeiten. Die hygienischen Risiken seien viel zu hoch, ebenso der Aufwand. Angeblich ist Vorfreude die größte Freude, aber wie sollen die kleinen Kinder noch an den Osterhasen glauben, der fleißig an Ostern die Eier bemalt und sie im Garten versteckt? So manche Eltern kommen da in Erklärungsnot. Nebenbei bemerkt: Der Osterhase wurde erstmals im Jahre 1682 vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau mit Ostern in Zusammenhang gebracht - aber in einer medizinischen Abhandlung, die sich ironischerweise mit den negativen gesundheitlichen Folgen bei einem übermäßigen Verzehr von Eiern beschäftigte. rb