Mit der Einladung zu einer Grillfeier bedankte sich die Firma Adidas bei all den ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehren Herzogenaurach, Haundorf-Beutelsdorf und Niederndorf, die in letzter Zeit mit einigen Brandmeldealarmen im gesamten Gelände der "World of Sports" zu unterschiedlichsten Zeiten konfrontiert waren.

Durch die Entstehung einiger neuer Gebäude auf dem Adidas Campus der Herzobase, die - wie auch die meisten anderen Gebäude - mit automatischen Brandmeldezentralen ausgestattet sind, kam es in den letzten Monaten mehrfach zu Alarmsituationen.

Oftmals ausgelöst durch Bau- und Wartungsarbeiten oder aber durch Fehler in der Handhabung kam es zu Alarmen, die in der integrierten Leitstelle in Nürnberg automatisch einlaufen. Da jedoch immer von einem Ernstfall auszugehen ist, rückten jedes Mal die Feuerwehren an. Für das Gefahrenpotenzial i auf dem gesamten Firmengelände ist in jedem Fall ein Löschzug, bestehend aus zwei Löschfahrzeugen samt Drehleiter, nötig. Eine Mannschaft von knapp 20 Feuerwehrleuten verlässt dafür ihre Arbeitsplätze oder wird aus dem Schlaf gerissen, um einen vermeintlichen Brand zu bekämpfen. Zwar ist es immer eine Erleichterung, wenn niemand oder nichts zu Schaden kommt. Dennoch bedeutet solch ein Einsatz einen nicht unerheblichen Aufwand: Die Lokalisierung des ausgelösten Melders, welcher in der Brandmeldezentrale des jeweiligen Gebäudes angezeigt wird, gilt als erste Aufgabe des Zugführers beim Eintreffen. Eine Erkundung der Räume, meist mit voller Ausrüstung, einem Atemschutztrupp sowie gegebenenfalls mit einem tragbaren Löschgerät ist unabdingbar, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.

Die Verantwortung obliegt zu diesem Zeitpunkt der Feuerwehr, die sich vergewissern muss, ob im Bereich, in dem die Melder Alarm geschlagen haben, tatsächlich etwas zu tun ist. Außerdem muss sie im Anschluss an einen solchen Einsatz,die Brandmeldeanlage wieder "scharf" schalten, damit sie für den Ernstfall wieder zuverlässig funktionsfähig ist.

Da die Alarmierungen in den vergangenen Monaten ausschließlich Fehlalarme darstellten, reagierte die Firma - und auch Betreiber der Anlagen - mit einer Art Entschädigung für die betroffenen Feuerwehren: Eine Grillfeier im neusten Gebäude bot einiges an Speisen und Getränken sowie reichlich Nachtisch. Anschließend wurde gleich eine Begehung des neuen Gebäudes durchgeführt, wobei ein separates Kennenlernen der Gegebenheiten noch in diesem Jahr statt-finden soll. Solch Begehungen finden in regelmäßigen Abständen statt, um den Feuerwehren die für Einsatzfälle nötigen Einblicke zu verschaffen.

Die Feuerwehren bedankten sich ihrerseits für diese großzügige Geste und versprachen, selbstverständlich weiterhin zu jeder Zeit bereit zu sein, um im Ernstfall rasch eingreifen zu können. Sebastian Weber