799 Mitglieder zählte der 1. FC Baunach bis zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Bis an diesem Tag das 800. Mitglied eintrat. Der Vorsitzende Volker Dumsky berichtete über die aktuelle Entwicklung des Vereins - und bei den Informationen aus den einzelnen Abteilungen war natürlich das Thema "Corona" allgegenwärtig. Neu gewählt wurde auch.

Der 1. FC Baunach hat, betrachtet über die vergangenen zehn Jahre, einen ordentlichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Aus damals rund 600 Mitgliedern sind mittlerweile 800 geworden, bereits hineingerechnet ist der erst am Tag der Jahreshauptversammlung eingetretene Zweite Bürgermeister Peter Großkopf. 42 Prozent der Mitglieder sind unter 18 Jahre alt.

Volker Dumsky ließ in seinem Bericht das zurückliegende Jahr seit der letzten Versammlung Revue passieren. Er freute sich, dass mit Jan Linz die FSJ-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr) wieder besetzt werden konnte. Ein Schwerpunkt im abgelaufenen Vereinsjahr sei der Anbau ans Sportheim gewesen, der rechtzeitig zur Kirchweih fertig wurde.

Zwei unerwartete Krisen sprach Dumsky ebenso an: Durch Corona habe der Verein rund 35 000 Euro Umsatzausfall zu verzeichnen. Diese wurden an den BLSV weitergemeldet. "Durch das umsichtige Handeln der vergangenen Jahre kommen wir aber nicht in finanzielle Nöte." Und auch die Basketballabteilung wurde Thema. "Wir hatte alle unsere Aufgaben erledigt, die Lizenz für die Pro B stand. Dann kam Corona - und die Kooperation mit uns wurde von den Bambergern beendet. Das war ein herber Schlag für die Abteilung und unsere vielen freiwilligen Helfer."

Basketballer vor Neuanfang

Das sah auch Basketball-Abteilungsleiter Jörg Mausolf so. "Hinter uns lag eigentlich eine erfolgreiche Saison mit einem vierten Platz und dem Heimrecht in den Play-offs. Corona stoppte dann alles - und einige Wochen später kam das Signal von Brose Bamberg, dass die Kooperation mit uns endet. Gründe wurden keine genannt, wir waren anscheinend zu teuer." Mausolf erwähnte aber auch, dass ein "Zwischen-den-Zeilen-Lesen" durchaus vermuten lasse, dass Brose-Hauptsponsor Michael Stoschek lieber mit den Coburgern zusammenarbeiten wollte und die Kooperation deshalb geopfert wurde. "Für die erste Mannschaft bedeutet die aktuelle Situation eine Verschnaufpause. Für die Regionalliga konnten wir keine Mannschaft auf die Beine stellen, so dass wir nicht für diese, aber für die folgende Saison dann ein Startrecht in der zweiten Regionalliga haben."

Aus der Fußball-Abteilung berichtete Luigi De Vita. Die laufende Saison sei abgebrochen worden und werde nun bei den Erwachsenen weitergespielt. Die erste Mannschaft stehe mit nur einer Niederlage nach 20 Spielen gut da, ein Aufstieg und auch die Meisterschaft seien realistisch. Neben der zweiten, einer Damen- und der Altherrenmannschaft gebe es zahlreiche Kinder- und Jugendmannschaften, ab den C-Junioren in Kooperation mit anderen Vereinen.

Zwei aktive Mannschaften und vier Neuzugänge konnte Jochen Langhojer für die Tischtennisabteilung vermelden. Für die Running-Abteilung berichtete Tobias Roppelt über 15 Aktive. Außerdem gebe es Eltern-Kind-Turnen sowie Kinderturnen und Tanz.

Nach dem Kassenbericht wählten die 40 Wahlberechtigten das Vorstandsteam neu. Erster Vorsitzender bleibt Volker Dumsky, Zweiter Vorsitzender wurde Luigi De Vita (er folgt auf Tobias Roppelt), Dritter Vorsitzender ist nun Jörg Mausolf (vorher Sascha Hornung). Als Hauptkassier wurde Alexander Schmitt bestätigt, das Amt des Schriftführers übernimmt Alexander Knoblach von Stefan Burkard. Dem Vereinsbeirat gehören künftig Claus Meixner, Otto Hampe und Dominik Czepluch an.

Johannes Michel