Fachkräfte Mangelware
Autor: Redaktion
Kronach, Mittwoch, 11. Oktober 2017
Für eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung spricht sich Hans Rebhan, Vizepräsident der IHK für Oberfranken, aus. "Es darf nicht sein, dass immer mehr Arbe...
Für eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung spricht sich Hans Rebhan, Vizepräsident der IHK für Oberfranken, aus. "Es darf nicht sein, dass immer mehr Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, weil es an Fachkräften fehlt." Deshalb begrüßt Rebhan auch die Ankündigung der Politik, ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz zu erarbeiten.
Auf rund 18 000 beläuft sich laut Berechnungen der IHK derzeit die Fachkräftelücke in Oberfranken. "In erster Linie werden beruflich Qualifizierte gesucht", so Rebhan. "Die steigende Zahl an fehlenden Fachkräften entwickelt sich dabei immer mehr zur Konjunkturbremse." Er fordert deshalb die rasche Umsetzung eines Zuwanderungsgesetzes. Ein solches müsse sich am Bedarf der Wirtschaft orientieren, transparent und möglichst unbürokratisch sein. "Was die arbeitsmarktorientierte Zuwanderung angeht, sehe ich viel Konsens zwischen Union, Grünen und FDP."
Rebhan erhofft sich durch ein solches Gesetz auch mehr Rechtssicherheit. "Immer mehr Unternehmen wenden sich an die IHK, da sie geeignete und arbeitswillige Asylbewerber nicht ausbilden oder beschäftigen dürfen, weil deren Status dies nicht zulässt." Die IHK sehe sich als Anwalt für ihre Mitgliedsunternehmen. "Deshalb brauchen wir bei einer arbeitsmarktorientierten Zuwanderung klare Rahmenbedingungen", so Rebhan. red