Viele Erlanger bewerten den Einfluss Europas auf das eigene Leben überwiegend positiv. Das ist das Ergebnis der Aktion "Storybox Europa", die das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt/Internationale Beziehungen der Stadt Erlangen durchgeführt hat. Das geht aus dem Rathausreport der Stadt hervor.

Die "Storybox Europa" - eine transportable Kabine mit Kamera, ähnlich wie eine Fotokabine - wurde an zehn Terminen an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Anlässen in Erlangen aufgestellt, um eine Plattform für Meinungen zu Europa zu bieten. 80,2 Prozent der Befragten haben mindestens einen positiven Einfluss Europas auf ihr Leben genannt, 67,2 Prozent haben sogar ausschließlich positive Aussagen getroffen. Die meisten Nennungen entfielen auf das einfache Reisen über Ländergrenzen hinweg (34,3 Prozent der Nennungen) und den Themenbereich "Lebensstandard, Wirtschaft und Arbeit" (22,6 Prozent der Nennungen). Trotz dieser positiven Einschätzung des Einflusses von Europa gibt es durchaus Kritik an der EU: 79,3 Prozent der Befragten haben sich nach eigenen Aussagen schon einmal über die EU geärgert bzw. haben mindestens ein Thema benannt, über das sie sich geärgert haben. Hier entfallen die meisten Nennungen auf die Themengebiete EU-Gesetzgebung (26,5 Prozent der Nennungen), Europäische Flüchtlingspolitik (18,8 Prozent der Nennungen) und die fehlende europäische Einheit, Instabilität und Zerfall der EU (16 Prozent der Nennungen).

Einheit als wichtigstes Ziel

Die Frage, wie Europa in zehn Jahren aussehen soll, wurde von fast 90 Prozent der Befragten beantwortetet. Hier sind die meistgenannten Themenfelder "Einheit Europas" (unter anderem Europa rückt näher zusammen, Zusammenhalt wächst, Einheit ist gestärkt sowie Rückbesinnung auf gemeinsame Werte und den europäischen Gedanken) mit 33,2 Prozent der Nennungen sowie "Eine bessere europäische Politik" mit 22,9 Prozent der Nennungen.

Eine Broschüre mit weiteren Ergebnissen und zusätzlichen Informationen zum Projekt steht zum Herunterladen unter www.erlangen.de/partnerstaedte bereit und ist in gedruckter Form unter anderem beim Europabus am Dienstag, 7. Mai, auf dem Schlossplatz und am Samstag, 18. Mai, auf der Demokratiekonferenz "Offen und frei" im Kreuz+Quer (Bohlenplatz) erhältlich. red