Druckartikel: Erkenntnis einer Exkursion: Säen kann man auch im Wald

Erkenntnis einer Exkursion: Säen kann man auch im Wald


Autor: Redaktion

LKR Coburg, Dienstag, 06. Juni 2017

"Säen kann man auch im Wald" lautete das Motto einer Exkursion der Lichtenfelser Forstverwaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Cob...
Aus einer Saat hervorgegangene vierjährige Weißtanne im Gemeindewald Lautertal  Foto: Oliver Kröner


"Säen kann man auch im Wald" lautete das Motto einer Exkursion der Lichtenfelser Forstverwaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg für Waldbesitzer aus den Landkreisen Coburg und Lichtenfels. "Die Natur kennt im Wald keine Pflanzung, sondern nur eine natürliche Verjüngung", erklärte Forstdirektor Oliver Kröner, Bereichsleiter Forsten des AELF Coburg, eingangs. Die Saat von Waldbäumen komme dieser Naturverjüngung am nächsten und habe gegenüber der Pflanzung viele Vorteile. Der wichtigste ist für Kröner, dass sich bei einer Saat die Verjüngungspflanzen ungestört entwickeln können. Bei der Pflanzung von Bäumen lauern für Kröner viele Gefahren, angefangen von der Kappung der Wurzeln beim Ausheben der Pflanzen in der Baumschule, über die unsachgemäße Lagerung der Baumschulpflanzen beim Waldbesitzer bis hin zu unpassenden Pflanzverfahren bei der Pflanzung im Wald.
Forstrevierleiter Frank Wystrach stellte den Waldbesitzern im Gemeindewald Lautertal eine im März 2013 angelegte Weißtannensaat vor. Mit einem vom Pferd gezogenen Scheibenpflug wurden seinerzeit alle drei Meter Saatstreifen angelegt. In die Pflugstreifen wurden dann von Hand 20 Kilogramm Weißtannen-Samen je Hektar gesät. "Zu Beginn der fünften Vegetationsperiode sind je Hektar noch rund 14 000 Weißtannenpflanzen vorhanden", stellte Wystrach das Ergebnis von Stichprobenzählungen vor. An einem zweiten Exkursionspunkt stellte Wystrach die Douglasien-Plätzesaat vor. Zusammen mit natürlich eingeflogenen Fichten, Kiefern und Lärchen sind auf dieser Fläche jetzt vier verschiedene Baumarten vorhanden.
Weitere Informationen gibt es unter www.aelf-co.bayern.de. red