Nach den durchweg positiven Erfahrungen mit dem IHK-Kombimodell zur Integration und Ausbildung junger Flüchtlinge ist im September die fünfte "1+3"-Fachklasse an der Staatlichen Berufsschule I Coburg gestartet. Erneut werden weitere 15 junge Menschen aus acht Nationen in den Berufen Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Verfahrensmechaniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker ausgebildet,teilt die IHK zu Coburg mit.

Der betriebliche Teil der Ausbildung findet bei den Firmen Brose Fahrzeugteile, Dressel & Höfner Automotive, Kaeser Kompressoren, Lasco Umformtechnik, Martin Metallverarbeitung und Sauer Polymertechnik statt. Alle Teilnehmer des "1+3"-Kombimodells haben Ausbildungsverträge und erhalten trotz ein Jahr verlängerter Ausbildung von Anfang an die gleichen Ausbildungsvergütungen.

"Zusätzliche Fachkräftequelle"

"Unser Ausbildungsmodell bewährt sich für unsere Mitgliedsfirmen als zusätzliche Fachkräftequelle und hat sich als höchst effektiv bei der Integration von geflüchteten Menschen erwiesen, weil Spracherwerb, berufliche Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule sowie selbst bestimmtes Leben durch eigenes Einkommen zusammengeführt motivierend wirken", erklärt IHK-Präsident Friedrich Herdan, auf dessen Initiative das Konzept zum Kombimodell "1+3" zurückgeht. Bei der Begrüßung der neuen Fachklasse dankte IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel den beteiligten Ausbildungsbetrieben für ihr hohes Maß an Engagement, Aufgeschlossenheit und Flexibilität. Er empfing gemeinsam mit dem Schulleiter, Oberstudiendirektor Gerhard Schmid, die neuen "1+3"-Teilnehmer. Dabei appellierte Schnabel an deren Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen und wies zugleich auf die Unterstützung für Azubis, Ausbildungsbetriebe und Berufsschule durch den IHK-Ausbildungsakquisiteur und Betreuer für Flüchtlinge, Merouane Qsiyer, hin. Schulleiter Schmid wünschte den "1+3"-Berufsschülern einen erfolgreichen Start und betonte, sie seien an der gewerblichen Berufsschule in den besten Händen, zugleich trügen sie aber auch selbst Verantwortung für ihren Erfolg.

Im IHK-Bezirk Coburg sind laut Mitteilung aktuell insgesamt 68 Flüchtlinge in Ausbildung. Die Teilnehmer der ersten Generation des IHK-Kombimodells hätten bereits ihren Abschluss in der Tasche und eine Erwerbstätigkeit in Betrieben der Region aufgenommen. Mittlerweile stehe das Kombimodell nicht nur für Flüchtlinge offen, sondern auch für andere Auszubildende mit Integrationsschwierigkeiten. red