Endlich wieder Brödla statt Semmeln
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 01. Juni 2018
Sebastian Schanz Endlich gibt's wieder Brödla. Die Zeit der Semmeln ist vorbei. Keine Halbe Bier, sondern Seidla. Und in der Eisdiele Nudella und Stracciadella. Nach einem Jahrzehnt im Exil in Oberbay...
Sebastian Schanz
Endlich gibt's wieder Brödla. Die Zeit der Semmeln ist vorbei. Keine Halbe Bier, sondern Seidla. Und in der Eisdiele Nudella und Stracciadella. Nach einem Jahrzehnt im Exil in Oberbayern fühlt sich die Rückkehr nach Bamberg großartig an, oder wahlweise eben auch subber.
Was macht ein Eberner in Oberbayern? Die Ausbildung zum Redakteur hat mich dorthin geführt. Nach den journalistischen Anfängen beim Coburger Tageblatt und beim Fränkischen Tag ging es fürs Volontariat zum Donaukurier nach Ingolstadt. Daraus wurden zehn Jahre in der Lokalredaktion im schönen Neuburg an der Donau. Da braucht man ein dickes Fell: Als Mensch mit fränkischem Migrationshintergrund hat man es in Oberbayern nicht einfach. Ich behaupte, alle gängigen Frankenwitze rezitieren zu können.
Nun also die freudige Rückkehr. Freilich, nach so langer Zeit im schwarzen Süden muss man sich erst wieder daran gewöhnen, dass es SPD-Oberbürgermeister gibt, aber das wird schon. Endlich wieder Franken. Besser noch: Bamberg. Auch da geht es rau zu. Am neuen Arbeitsplatz hat der neue Chef gleich mal diagnostiziert, dass das Redaktions-Biotop "umgekippt" sei, nachdem mehrere weibliche Kolleginnen gegangen sind. Insofern kann ich mich als neuer Kollege irgendwo zwischen Blaualge und toller Hecht einordnen. Aber ich bin wieder Franke - danke!