Die SPD in Maroldsweisach baut darauf, dass Wolfram Thein weiterhin der Bürgermeister bleibt. Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend in der Brauereigaststätte Hartleb erhielt er laut einem Bericht aus SPD-Kreisen 100 Prozent der Stimmen. Auch die Liste des SPD-Ortsvereins für die Gemeinderatswahl fand am Freitag statt. Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner wurde mit der Versammlungsleitung beauftragt.

Dritter Bürgermeister Gunther Hartleb schlug der Versammlung als Bürgermeister-Kandidaten Wolfram Thein vor, der bisher sehr gute Arbeit für die Kommune geleistet habe. Hartleb verwies auf die Erfolge, die noch besser herausgestellt werden sollten.

Viele Ziele bereits erreicht

Dies geschah dann auch anhand einer Power-Point-Präsentation, mit der Thein auf das bisher Erreichte zurückblickte. Er hatte sich, wie er sagte, den Bürgermeisterkollegen aus Untermerzbach, Helmut Dietz, zum Vorbild genommen und von dessen Erfahrungen viel profitiert. Als Wolfram Thein 2014 zum Bürgermeister gewählt wurde, war sein Anliegen, gerecht und zuverlässig zu agieren. Er sei weiterhin der Überzeugung: Alles was man verspricht muss man auch durchsetzen.

Er zeigte auf, was seit 2014 umgesetzt wurde und nannte unter anderem die punktuelle Dorferneuerung Birkenfeld, die Verlegung der Weisach, die Erweiterung und Ertüchtigung der Kläranlage, die Weiterentwicklung des Tourismuskonzepts Deutscher Burgenwinkel, die Rathaussanierung, die Erstellung eines Konzepts für die Aufwertung des Freibads Altenstein, den DSL-Ausbau für unterversorgte Gemeindeteile, die Planung für die Erneuerung der Kläranlage Maroldsweisach, den Anschluss von Bauhof und Alten Bahnhof an das Nahwärmenetz und die Sanierung der Abwasserkanäle. Noch nicht abhaken könne er die Sanierung von Bad und Toiletten im Rathaus und die Sanierung des Feuerwehrhauses Ditterswind

Thein sprach auch die Betreuung von 45 Asyl-Zuweisungen an; drei Familien wurden ansässig. Weiter nannte er die Aufstockung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen (Firma Weiss, Tagebau Zeilberg).

Wolfram Thein versicherte, dass bei der bevorstehenden Wahlwerbung sein Slogan gelte: "Ein Bürgermeister für alle! Erfahren, gerecht, zuverlässig." Er verwies auf den QR-Code auf dem Wahlplakat, der für weitere Informationen gescannt werden könne.

Zufrieden zur Halbzeit

Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar berichtete von den Erfolgen der SPD in der Großen Koaltion in Berlin und nannte unter anderem die Grundrente, der Mindestlohn und die soziale Absicherung beispielsweise der Paketboten oder die Entlastung der pflegenden Angehörigen. Sie forderte zu einem respektvolleren Umgang innerhalb der Gesellschaft auf und dazu, selbstbewusster die Erfolge herauszustellen und bekannt zu machen. Die Halbzeitbilanz für die Umsetzung des Koalitionsvertrages sieht Dittmar positiv.

Auch wenn sie nicht an ihrem Posten als Abgeordnete hänge, sei sie gerne für die Region tätig und möchte diese auch weiter in Berlin vertreten. Sie verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Wolfram Thein und freue sich, wenn diese fortgesetzt werden könne.

Wichtig ist die Infrastruktur

Landratskandidat Wolfgang Brühl schloss sich in seinem Grußwort den Ausführungen von Dittmar an und benannte einige Anliegen für seine Kandidatur: die Gesundheitsversorgung durch eine vernünftige Struktur der Haßberg-Kliniken, die Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land, wozu eben auch eine entsprechende Infrastruktur gehöre. Er stellte kurz seine Pläne eines Wohnparks vor, mit dem Ziel altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen mit dem Angebot umfassender Infrastruktur. Auch sei es sein Ziel, die Umwelttechnologie zu fördern.

SPD-Kreisvorsitzende Johanna Bamberger-Reinwand sicherte dem Ortsverein ihre Unterstützung zu.

Untermerzbachs Bürgermeister und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Helmut Dietz beglückwünschte seinen Kollegen Wolfram Thein zur erneuten Kandidatur. Dabei stellte Dietz die Zusammenarbeit beim touristischem Aushängeschild Deutscher Burgenwinkel und die Zusammenarbeit in der Baunach-Allianz heraus. red