petra malbrich Ein bisschen disharmonisch und unpassend sah die Trafostation am neu gestalteten Dorfplatz in Weißenohe schon aus. Doch Bürgermeister Rudolf Braun versprach seinen Räten bereits bei den Planungen der Neugestaltung, dass es sich bald wunderbar in den neuen Platz einfügen wird. Tatsächlich ist das nun geschehen.

An dem zentralen Ruheplatz am Weißenoher "Plärrer", an dem nicht nur Wanderer ausruhen, sondern sich auch Einheimische auf einen Plausch treffen oder an dem der Osterbrunnen Touristen fasziniert, fällt das Trafowerk nicht mehr auf. Im Gegenteil: Es ist zu einem weitern Blickfang geworden.

"Die Trafostation wurde in die Umgebung eingepasst und mit dem Schriftzug Weißenohe versehen", sagt Bürgermeister Braun. "Das Projekt ist jetzt schon kultverdächtig", freut sich Braun über die Darstellung.

Spraykünstler aus Potsdam

Geschaffen wurde das Kunstwerk von den Spraykünstlern ART EFX aus Potsdam. Diese sind bundesweit für ihre ideenreichen Bilder bekannt. Im Auftrag gegeben und finanziert wurde es von der Bayernwerk Netz GmbH.

"Die Kunst am Trafo ist ein Gemeinschaftsprojekt, das für die partnerschaftliche Zusammenarbeit des Bayernwerks und der Kommunen des Netzgebietes steht", sagt Ralf Schwarz, zuständiger Kommunalkundenberater beim Bayernwerk.

Entwickelt wurden die ausdrucksstarken Motive von den Künstlern in enger Zusammenarbeit der Kommunen und des Bayernwerks. Mit den kunstvoll gestalteten Trafostationen soll nicht ausschließlich die Gemeinde verschönert werden. Zugleich wird mit der Kunst am Trafo auch die Infrastruktur für wesentliche Elemente der Daseinsvorsorge ins Bewusstsein der Bürger gerückt. "Durch die Kunst wird sichtbar, was es für Technik braucht", sagt Schwarz. Viele positive Rückmeldungen hat das Bayernwerk für diese Aktion schon erhalten. Und nun auch in Weißenohe.