Neuschleichach — Im Kreise ihrer Lieben feierten am Wochenende Franz und Elfriede Oppelt ihre goldene Hochzeit in Neuschleichach. Dazu gratulierten neben der Familie viele Freunde und Nachbarn sowie der Oberauracher Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) und für die Pfarrei Diakon Joachim Stapf.
Wenige Häuser voneinander entfernt wuchsen Franz und Elfriede in Neuschleichach auf. "Irgendwann hat es dann gefunkt", erinnert sich Franz, "da haben wir dann im Fasching ein Likörla zusammen getrunken".
Aus dem Likörla wurde eine lange, harmonische Ehe, aus der fünf Kinder hervorgingen. Im Fasching lernten sie sich kennen und am Rosenmontag wurde die Tochter geboren - wenige Stunden vorher hatten die Eltern noch auf dem Faschingsball getanzt. Vier Söhne sollten folgen, die von Mutter Elfriede federführend groß gezogen wurden, denn Franz arbeitete auf dem Bau "eigentlich immer in Frankfurt", erzählt er.

Schwerer Unfall

Beinahe wäre es nichts geworden mit der Heirat, denn Franz Oppelt hatte vor der Hochzeit einen schweren Unfall. Bei Kanalbauarbeiten in Frankfurt wurde er verschüttet. Die Kollegen schaufelten um die Wette und retteten ihn, kurz bevor die Luft ausging.
Die Oppelts gingen immer gern aus - und waren viel zu Fuß unterwegs, denn einen Führerschein hatte der Jubilar nicht. So ging es "im Entenmarsch" in verschiedene Orte im Steigerwald, aber regelmäßig auch bis zum Zeiler Käppela. "Wir Kinder haben manchmal schon in Sand am Waldschlösschen rebelliert. Wir wären dort lieber auf dem Spielplatz geblieben", erinnert sich die Tochter. Das gemeinsame Wandern hat der Familienharmonie keinen Abbruch getan - eher im Gegenteil. Noch heute sind sie gerne unterwegs, mit dem Bus geht es nach Staffelstein ins Bad oder nach Haßfurt zum Einkaufen - oder Kaffee trinken. "Ohne uns gäb's in Neuschleichach wahrscheinlich gar keinen ÖPNV mehr", schmunzelt Franz Oppelt. sw