Ein Bürgermeisterkandidat als Zugpferd fehlt den Freien Wählern
Autor: Redaktion
Rentweinsdorf, Donnerstag, 16. Januar 2020
Die stärkste politische Gruppierung im Rentweinsdorfer Marktgemeinderat bleiben - dieses Ziel verfolgen die zwölf Kandidaten der Freien Wähler/Überparteiliche Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl a...
Die stärkste politische Gruppierung im Rentweinsdorfer Marktgemeinderat bleiben - dieses Ziel verfolgen die zwölf Kandidaten der Freien Wähler/Überparteiliche Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl am 15. März.
Bei der Nominierungsversammlung am Mittwochabend im Gasthaus "Am Schloss" wurde die Vorschlagsliste von den 24 Stimmberechtigten einmütig angenommen. Der Vorsitzende Ludwig Bock gab die Losung, stärkste Kraft bleiben zu wollen, aus und zeigte sich über eine Umsetzung zuversichtlich; "Wir haben eine gute Mischung aus neuen engagierten Kräften und bewährten Leuten zusammen, die verschiedene Berufssparten und Ortsteile abdecken." Vor allen Dingen freute sich der Grandseigneur der Liste (65 Jahre und fünf Legislaturperioden Gemeinderatserfahrung) über die "jungen, politisch interessierten Neuzugänge", von denen zwei erst 23 Jahre alt sind.
Gleichwohl verwies Bock auf die veränderte Ausgangslage. "Diesmal treten in unserer Gemeinde vier statt nur drei Listen zur Wahl an. Und wir stellen keinen Bürgermeisterkandidaten."
Der war vor sechs Jahren denkbar knapp gescheitert: Sieben Stimmen fehlten Kurt Weißheimer damals, um den Amtsinhaber Willi Sendelbeck (SPD), der nun nicht mehr antritt, abzulösen. Deshalb bat Vorstandsmitglied Alfred Neugebauer bei den Erläuterungen der Wahlmodi alle Mitglieder eindringlich darum, "bloß keine Stimme zu verschenken, denn jede zählt".
"Wofür stehen wir?", fragte Vorsitzender Bock und lieferte die Antworten gleich nach: "Unabhängig, für sachbezogene Politik, uns liegt das Wohl aller Bürger am Herzen." Zusammen mit vielen anderen Bewerbern, wie bei deren Vorstellung anklang, hofft Bock auf ein besseres Miteinander im künftigen Gemeinderat, denn: "Wenn das so weitergehen würde, wäre das der blanke Horror."
Unter der Leitung von Kreisvorsitzender Birgit Bayer, Michael Weber und Klaus Fenkner wurden die für die Nominierung notwendigen Regularien zügig und problemlos abgewickelt. Bayer lobte die "gesunde Mischung aus Neu und Alt."
Bei der Kandidatenvorstellung hatte Kurt Weißheimer seinen Verzicht auf eine erneute Bürgermeisterkandidatur erläutert. "Mit meinen 61 Jahren wäre nur noch eine Periode möglich gewesen; außerdem hat mir mein Arzt geraten, kürzer zu treten. Aber im Marktgemeinderat möchte ich ob meiner Erfahrung aus vier Perioden weitermachen. Ich habe auch noch viele gute Ideen."