Ein Brot, das Ressourcen schonen soll
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Sand am Main, Donnerstag, 26. April 2018
Christian Guschker von der Regierung von Unterfranken stellte den Ortsbäuerinnen und Ortsobmännern des Bauernverbandes Haßberge in Sand das Projekt "Wasserschutzbrot" vor.
Christiane Reuther
Zwei Vorträge standen in Sand im Mittelpunkt der Tagung der Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner des Bauernverbandes Haßberge: Während Geschäftsführerin Eva Maria Haas über Aufgaben und Ziele des Vereins "Unsere bayerischen Bauern" berichtete, erklärte Christian Guschker von der Regierung von Unterfranken das Projekt "Wasserschutzbrot".
Der im Frühjahr 2016 gegründete Verein "Unsere bayerischen Bauern e.V." setzt sich für die bayerischen Landwirte und ihre Produkte ein und erzeugt ein positives Image für die Landwirtschaft. Hinter der Initiative steht eine Interessengemeinschaft von verschiedenen Organisationen aus allen Bereichen der bayerischen Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. Der Verein mache den Verbrauchern deutlich, wie viel Arbeit in hochwertigen Lebensmitteln steckt, erläuterte Eva Maria Haas. "Wann wird aus einem Ferkel ein Schwein?" oder "Wo wachsen die Radieschen fürs Abendbrot?" sind nur einige der Fragen rund um die Entstehung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Bayern, die der Verein auf seiner Website www.unsere-bauern.de beantwortet. Durch unterhaltsame Bauern- und Produktpor-träts entstehe mehr Nähe zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, sagte die Rednerin.
Regionalität und Produktfrische
Nicht nur landwirtschaftliche Produkte, sondern auch die bayerischen Regionen und die Berufe in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei werden auf der Website vorgestellt. Auf dem Online-Portal gibt es zudem einen großen Servicebereich mit Veranstaltungskalender, Einkaufsmöglichkeiten direkt beim Bauern, Freizeitangeboten auf dem Land und Rezeptideen mit regionalen Erzeugnissen.Im Fokus der Kampagne stehen laut Referentin neben der Qualität vor allem die Regionalität und Frische der Produkte. Ziel sei es, den regionalen Erzeugern zu mehr Wahrnehmung und ihren Produkten zu mehr Ansehen zu verhelfen und damit die vielfältige, stark durch die Landwirtschaft geprägte bayerische Kulturlandschaft zu fördern und zu erhalten. "Wir möchten mit den Kommunikationskanälen deutlich machen, wie wichtig die Landwirtschaft in und für Bayern ist", hob Haas hervor.
Was es mit einem "Wasserschutzbrot" auf sich hat, darauf ging Christian Guschker, Sachgebietsleiter Wasserwirtschaft von der Regierung von Unterfranken, näher ein. Beim Anbau von Getreide brächten Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden werde der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen könne. Die "Wasserschutz-Landwirte" verzichteten beim Anbau ihres Backweizens auf die letzte Stickstoff-Gabe. Somit verringere sich das Risiko der Nitrat-Auswaschung in das Grundwasser, und dieses sei ohne teure Aufbereitung als Trinkwasser nutzbar.