Kürzlich durften wir in der Bekanntschaft einen 100. Geburtstag feiern - natürlich nur virtuell. Da die Jubilarin aber noch derart fit ist und manch Jüngerem mitunter noch etwas vormacht, war das Anstoßen per Videotelefonie ein akzeptables Trostpflaster.

Beeindruckt von den ganzen Erlebnissen, auf die unser Geburtstagskind zurückblicken kann, habe ich versucht, mir vorzustellen, was wohl an meinem 100. Geburtstag Thema ist. Werfen wir doch einmal einen Blick in die Zukunft:

Wir schreiben das Jahr 2086 - dank Benjamin Blümchen ist mein Sohn Kulmbachs angesehenster Arzt geworden und genießt nun seinen Ruhestand in vollen Zügen.

Selbstfahrende E-Autos dürfen endlich in der Tiefgarage am Eku-Platz parken - und dank eines ausgereiften Konzepts ist die Plassenburg Deutschlands Touristenattraktion Nummer 1. Aus der dritten Pandemiewelle ist schon längst eine Dauerwelle geworden.

Doch dann kommt er tatsächlich noch: Der Tag, an dem wir endlich das Ende der Pandemie feiern dürfen. Die Menschen gehen jubelnd auf die Straße und fallen sich freudestrahlend in die Arme, fast so, wie am Tag des Mauerfalls vor 97 Jahren.

Ob ich das noch erleben darf? Romy Denk