"Eher Gefahr als Chance"
Autor: Redaktion
Neudrossenfeld, Dienstag, 05. Sept. 2017
Der TSV Neudrossenfeld hat aktuell viele Ausfälle zu beklagen, dennoch holte der Landesligist in der gerade abgelaufenen Transferperiode keine Vertragsamateure als Kaderergänzung.
Mit dem August ist auch die Transferperiode zu Ende gegangen - und damit die Möglichkeit, während der Saison auf Ausfälle zu reagieren. Ein Vertragsamateur kostet den aufnehmenden Landesliga-Verein in dieser Phase etwa 5000 Euro.
"Das ist für einen Amateurverein schwer zu machen", sagt Werner Thomas, Trainer des TSV Neudrossenfeld. Obwohl ihm derzeit fünf Landesliga-Spieler fehlen, hat der Verein auf Nachverpflichtungen verzichtet. "Die Offensive fällt fast komplett aus, also mussten wir die Spielweise umstellen. Damit waren wir bisher erfolgreich. Ich habe vollstes Vertrauen in unseren Kader", sagt Thomas. Die erste Mannschaft hält sich im oberen Tabellendrittel, mit nur zwei Punkten Abstand zum zweiten Platz. Anders sieht es in der zweiten Mannschaft aus, die noch mehr Ausfälle zu beklagen hat. Sie steckt sieglos im Tabellenkeller der Bezirksliga und musste vor zwei Wochen neun Gegentore beim VfR Katschenreuth hinnehmen. "Da haben vielleicht zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft gespielt, so sind wir nicht konkurrenzfähig.Wir haben derzeit eine katastrophale Personalsituation", erklärt TSV-Vorsitzender Gerald Weinrich. Viele müssten in der Landesliga aushelfen. Geplant war es umgekehrt: Die Ergänzungssspieler der ersten Mannschaft sollten die Reserve unterstützen. Doch in drei Teams fehlen derzeit etwa 20 von 60 Spielern. "Das reicht quantitativ gerade noch für drei Mannschaften. Qualitativ reicht es nicht für alle", sagt Weinrich. "Deshalb werden wir aber nicht einfach zehn Vertragsamateure verpflichten."