Der eine Schüler ist eine Sportskanone, der andere ein Ass in Mathematik. Die eine Schülerin interessiert sich für Musik und Kultur, die andere für Technik. Es sind ganz unterschiedliche Interessen und Vorlieben, die seit 2012 alljährlich mit Preisen gewürdigt werden, genauer gesagt den mit mehr als 5000 Euro dotierten "Oberfränkischen Realschulpreis".
In diesem Jahr dürfen sich 105 Schülerinnen und Schüler der fünften bis zehnten Klassen "Oberfränkischer Realschulchampion" nennen. Darunter sind auch drei Schüler der Realschule Ebermannstadt. Am Freitag wurden die Preisträger in einem Festakt bei der Coburger Firma Brose geehrt - zum zweiten Mal seit der Preis vergeben wird.


Außerhalb des Unterrichts

Eine Jury mit Vertretern aus Schulen, Wirtschaft und Eltern wählt die Preisträger in den Kategorien Schulpreis, Soziales Engagement, Kulturell-Musisches Engagement, Sportliches Engagement und MINT aus. Wichtig: Das Engagement muss außerhalb des Unterrichts stattfinden. Auswahlkriterien sind unter anderem der zeitliche Aufwand und die erzielten Ergebnisse. Bewerben können sich Schüler aller oberfränkischen Realschulen immer ab Mai. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb 2012 vom Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberfranken - gemeinsam mit vier Unternehmen aus der Region. "Wir wollen die Realschüler fördern, wo es geht und ihre herausragenden Leistungen publik machen", erklärt Johannes Koller, Ministerialbeauftragter der Realschulen in Oberfranken die Zielsetzung.
Eine entscheidende Rolle spiele die enge Zusammenarbeit mit den vier Partnern - neben der Firma Brose beteiligen sich der Kunststoffspezialist Rehau, die oberfränkischen Sparkassen sowie die Servicegruppe Wedlich aus Bayreuth an dem Wettbewerb.
Die Auszeichnung finde auch in München sehr hohe Beachtung, sagt Michael Stammberger, Leiter Aus- und Weiterbildung der Brose Gruppe. Es gebe zwar in Unterfranken und Niederbayern ähnliche Initiativen, "aber wir haben das Premiummodell".
Stammberger lobt vor allem den "Mittelbau Realschule", der eine "tolle Arbeit in der Berufsvorbereitung" leiste. "Wir brauchen bei Brose motivierte und leistungsbereite Auszubildende. Daher knüpfen wir enge Kontakte zu den Schulen." Das zahle sich auch für die Schüler aus, betont Stammberger. Für eine Bewerbung sei es doch nur förderlich, wenn ein Schüler schon einmal für sein Engagement oder ein besonderes Projekt ausgezeichnet worden sei.
Für das sportliche Engagement wurde Alina Fuchs von der Realschule Ebermannstadt mit dem dritten Platz ausgezeichnet. In der Kategorie Schulleistungen gewann Nele Eichenmüller den ersten Platz, Sophie Krämer (beide Realschule Ebermannstadt) den zweiten Platz.