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Doch gutes Ende für Atreyu?


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Kronach, Freitag, 20. Oktober 2017

Der Mischlingshund war bereits bei einer Familie, wurde aber zurückgebracht.
Atreyu hat seinen Optimismus nicht verloren. Foto: privat


Wer die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende gelesen hat, weiß, dass Atreyu einer der Haupthelden des Romans ist. Nun fragen wir uns: Sollte hier das Sprichwort "Nomen est Omen" zutreffen und die Vermittlung seines vierbeinigen Namensvetters ebenfalls eine unendliche Geschichte werden? Das kann doch einfach nicht wahr sein?! Atreyu (männlich, kastriert, Mischling groß, geb. 1.4.2015, 64 cm) ist immer noch jung, er ist zwar groß und beeindruckend, aber bildschön und er hat uns Menschen gegenüber ein durch und durch liebenswertes und freundliches Wesen! Warum also sitzt dieser Traumhund immer noch im Tierheim und wartet von Tag zu Tag vergeblich auf einen lieben Menschen, mit dem er durch dick und dünn gehen darf?


Aus Spanien

Atreyu stammt ursprünglich aus dem spanischen Partner-Tierheim Sierra Nevada, in das er bereits als Welpe eingeliefert wurde. Wie so viele andere Hunde auch fand er schließlich seinen Weg ins Tierheim Kronach, wo er auch recht schnell in einer netten neuen Familie untergebracht werden konnte. Leider kam er jedoch nach ein paar Monaten wieder zu uns zurück, weil er einen kleinen Nachbarshund gebissen hatte.
Gottseidank hat Atreyu seinen Optimismus und seine gute Laune bisher nicht verloren. Er nimmt das Leben wie es kommt, und freut sich über jede kleine Aufmerksamkeit, jede Streicheleinheit, jedes gute Wort und jedes Leckerli.
Irgendwie scheint Atreyu zwei Gesichter zu haben. Menschen gegenüber ist er wie ein großer Teddybär, er wirkt irgendwie noch immer wie ein zu groß geratener Welpe, ist tapsig und tollpatschig und manchmal auch etwas grobmotorisch. Aber immer ist er einfach nur lieb, freundlich zu jedermann und gutmütig.


Kleine Hunde als Feindbild

Atreyus Achillesferse sind einzig und allein andere Hunde, mit denen er nicht immer gut auskommt. Mit großen Hündinnen gibt es dabei zwar kaum Probleme, aber auch hier spielt er sich gern als großer Chef auf und die anderen müssen nach seiner Pfeife tanzen. Bei Menschen ordnet er sich problemlos unter. Aus diesem Grund sollte er entweder als Einzelhund gehalten werden oder höchstens eine ebenfalls dominante Hündin zur Seite haben, die sich nicht unterbuttern lässt.
Doch dies sind nur Spielereien. Atreyu kann schon auch mal wirklich wütend werden, was meist aber nur bei kleinen Hunden der Fall ist. Aufgrund seines Erlebnisses mit dem kleinen Nachbarshund in seiner vorübergehenden Familie hat er sich kleine, vor allem kläffende Hunde als Feindbild ausgesucht. Hier muss man dann schon etwas aufpassen und einen Sicherheitsabstand einhalten. red