Einige Adelsdorfer Gemeinderäte befürchteten, dass die Straßen im Baugebiet "Neuhaus Südwest Steigerwaldblick" nicht breit genug werden. Das Gremium einigte sich darauf, statt fünf Metern auch im Innenbereich 5,50 Meter zu planen.
Primär ging es in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend in der Aischgrundhalle in Adelsdorf zwar um den Flächennutzungs- und Bebauungsplan des Neubaugebietes "Neuhaus Südwest Steigerwaldblick", dennoch startete Bürgermeister Karsten Fischkal mit einer Stellungnahme zu dem am 26. November im FT erschienenen Artikel bezüglich des 1,8 Hektar großen Areals, auf welchem 29 Einfamilienhäuser entstehen sollen.
"Nach einem Telefonat mit Benno Dausch, dem Grundstückseigentümer, ist klarzustellen, dass nicht Herr Dausch auf den Investor Secura AG zugekommen ist, sondern ein Gemeinderatsmitglied aus Neuhaus hatte den Kontakt zwischen Herrn Steiner und Herrn Dausch hergestellt, nachdem das Projekt auf dem Dennerlein-Areal nicht zustande gekommen ist", so Fischkal. "Durch den Vertrag zwischen den beiden Parteien war die Gemeinde außen vor. Wenn der Preis stimmt, hätte die Gemeinde sicherlich auch gerne gekauft", führte Fischkal weiter aus und erklärte, dass diese Angaben Herrn Steiner vorgelesen wurden und er dies so bestätigte.
Die anschließende Zustimmung des Gemeinderats zur Änderung des Flächennutzungsplans ging dann relativ flott über die Bühne und wurde einstimmig beschlossen, auch wenn Norbert Birkner (FW) erklärte: "Ich werde für den Flächennutzungsplan stimmen. Ich bin dafür, dass ein Baugebiet entsteht. Wie das Baugelände dann aussehen wird, ist aber eine andere Geschichte."
Birkner fordert 20 Parkplätze
Womit er schon einen Ausblick auf die anstehende Debatte gab, gipfelte doch die anschließende Aufstellung des Bebauungsplans in einem einzigen Hin und Her. Gleich zu Beginn regte Birkner an, in dem Baugebiet rund 20 öffentliche Parkplätze zu schaffen, und auch Jörg Bubel (SPD) hieb mit "Bei einer Gesamtbreite der Straße von fünf Metern ist eine Parkmöglichkeit für Besucher und Gäste nicht mehr gegeben" in dieselbe Kerbe.
Fischkal wies darauf hin, dass in der Sitzung am 27. März alle Räte einer Straßenbreite im Inneren des Baugebietes mit fünf Metern, davon zwei Meter Multifunktionsstreifen, und im Außenbereich von insgesamt 5,50 Metern zugestimmt hätten. "Wenn wir drei Meter plus einem Meter rechts und links haben, dann werden die Autos auf dem gepflasterten Streifen parken", sagte Uwe Pöschl (CSU), "dann bekommen wir Probleme."
Drei Meter sind das Minimum
Markus Maisch vom Ingenieurbüro Maisch & Partner aus Nürnberg wies auf die Möglichkeit einer Einbahnstraßenregelung hin, woraufhin Birkner erwidert: "Ich würde Abstand nehmen von einer Einbahnstraße". Paul Sänger (FW) fragte bei Maisch nach, ob es eine Vorschrift gäbe für die Straßenbreite im Innenbereich des Wohngebietes, worauf Maisch erwiderte: "Zum Erschließen brauchen Sie eine Zufahrtsstraße für die Feuerwehr von drei Metern."