Bei der diamantenen Hochzeit am vergangenen Donnerstag war der Personenkreis wohl etwas überschaubarer als vor 60 Jahren am 20. September 1958, als sich Hermann und Lissi Dinkel noch im eigenen Standesamt der damals selbstständigen Gemeinde Beiersdorf das Ja-Wort gaben. Gottes Segen folgte in der St.-Matthäus-Kirche in Neuses durch Pfarrer Otto Ress. Vor 60 Jahren war es durchaus üblich, große Familienfeiern im eigenen Haus zu feiern, und das war natürlich proppenvoll. Kochfrauen gab es, die eigens engagiert worden waren. Die Möbel wurden gerückt, damit Platz war.

Hermann Dinkel kam am 21. März 1937 in Schottenstein zur Welt. Lissi Dinkels Geburt war am 4. Februar 1937 in Beiersdorf. Hermann begann im Alter von 17 Jahren eine Bäckerlehre in Coburg. Lissi arbeitete nach dem Besuch der Volksschule in der elterlichen Landwirtschaft mit. In späteren Jahren war sie bei einem großen Coburger Versicherungsunternehmen tätig. Hermann Dinkel musste wegen einer Mehlallergie das Bäckerhandwerk aufgeben und war dann bis zu seinem Ruhestand bei einem Textilgroßhandel in Coburg beschäftigt.

Der leidenschaftliche Hobbygärtner Hermann Dinkel und seine Frau Lissi genießen ihre Mußestunden. Haus und Garten werden von beiden Ehejubilaren liebevoll gepflegt und eben auch genutzt. Das Ehepaar hat eine Tochter, Irene, geboren 1959, sowie die Enkel Sascha und Pascal Feiler. Mit Pascal sowie der Schwiegerenkelin Sylvia und der Urenkelin Mila lebt das Ehepaar in Lissis Elternhaus in Beiersdorf. Zur diamantenen Hochzeit gratulierten auch Schwiegersohn Joachim Feiler und der Coburger Alt-Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann. mako