Die als Top-Favoriten gehandelten Dominik Dinkel (Rossach) und Christina Fürst (Tiefenbach) sind mit ihrem Skoda Fabia S2000 ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und holten sich erstmals den Gesamtsieg bei der Rallye Fränkische Schweiz. Der Vorsprung der Sieger auf Dominiks Bruder Patrik mit Beifahrer Tobias Glatzel aus Ulm auf Mitsubishi Lancer Evo 9 betrug 35 Sekunden.

78 Teilnehmer gingen bei besten Bedingungen auf die knapp 200 Kilometer lange Strecke durch vier Landkreise. Die Entscheidung fiel vor einer riesigen Zuschauerkulisse auf den vier verschiedenen Strecken auf Bestzeit (Wertungsprüfungen), die nach einer 20-minütigen Pause ein zweites Mal befahren werden mussten.

Als erste Wertungsprüfung stand die seit 31 Jahren gefahrene WP Brunn im Roadbook. Die erste Bestzeit des Tages setzten John Macht und Felix Kießling aus Gefrees vor Patrik Dinkel und Tobias Glatzel (beide auf Mitsubishi Lancer Evo). D. Dinkel/Fürst waren erstaunt, mit welcher Vehemenz sich die Konkurrenten zu Wehr setzten. "Ich glaube, ich spinne", war der verhaltene Kommentar nach Veröffentlichung der Zeiten.

Eine erste Vorentscheidung fiel in der folgenden Wertungsprüfung durch den Hollfelder Stadtwald, als Macht/Kießling kurz nach dem Start ihr Fahrzeug mit Antriebsschaden abstellen mussten. D. Dinkel/Fürst fuhren hier ihre erste von insgesamt sechs Bestzeiten und übernahmen die Führung. In der Folgezeit bauten sie diese kontinuierlich aus und holten sich somit auf routinierte Art und Weise den erhofften Gesamtsieg. Platz 2 ging somit an P. Dinkel/Glatzel, die gegen Ende der Rallye durch Reinhard Honke/Melanie Kalinke (Himmelkron/Passau) noch richtig Konkurrenz bekamen. Zunächst markierten Honke/Kalinke die Bestzeit im zweiten Durchgang der Wertungsprüfung Stadtwald (WP 6). Als sich Dinkel/Glatzel bei der WP 7 in Schirradorf einen Verbremser leisteten, der rund zehn Sekunden Zeitverlust bedeutete, wurde es spannend.

Spannung bei Weismain

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Vor der abschließenden WP 8 in Neudorf bei Weismain lagen die beiden Teams nur noch fünf Sekunden auseinander. Hier fuhren beide Teams dieselbe Zeit, so dass bei der Siegerehrung Dinkel/Glatzel für den zweiten Gesamtrang und Honke/Kalinke für Platz 3 in der Hollfelder Stadthalle geehrt wurden.

Vierte wurden Roland Macht/Klaus Roßdeutscher aus Gefrees, die vom schnellsten Team mit nur einer angetriebenen Achse, Fritz Köhler/Petra Hägele aus Öhringen auf BMW M3, verfolgt wurden.

Mit 23 Teams war die Klasse F5 (verbesserte Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum) am stärksten besetzt, hier sicherten sich der Oberpfälzer Franz Negratschker mit Beifahrer Dominik Zimmermann aus Maroldsweisach auf VW Golf den Sieg vor den Lokalmatadoren Sebastian Schmidt/Sabrina Schmitt aus Obernsees auf einem Honda Civic.

Den Sieg der Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge sicherten sich die Hollfelder Kurt Bretzner/Anja Kupfer-Bretzner auf Subaru Impreza. Sie bestritten nur diese eine Rallye in dieser Saison, der Sieg ist damit umso höher zu bewerten.

Für den perfekten Ablauf der Veranstaltung sorgten 450 Personen, die für die Strecken- und Funksicherung, als Ärzte, Unfallhilfsdienst, Feuerwehr oder Funktionäre wirkten. Weitere Ergebnisse finden sich im Internet unter www.msc-fr-schweiz.de.