Zu einem Konzertkabarett mit der Gruppe "Gankino Circus" lädt der Agenda-Arbeitskreis Kultur (Akku) am Samstag, 7. März, um 20 Uhr in die Fortuna Kulturfabrik ein. Im Interview verraten die Bandmitglieder, wie sich ihr spezieller Stil entwickelt hat und wo sie ihre positive Energie hernehmen. Seit wann macht ihr diese Art von "besonderer Kerwasmusik"? Wie würdet ihr euren Stil nennen?

Wir haben uns eigentlich schon immer für Volksmusik jeder Art interessiert, und da gehört natürlich auch die fränkische Volksmusik dazu. Unsere Bühnenprogramme bezeichnen wir als Konzertkabarett, weil es sich um ein Konzert handelt, bei dem Humor eine große Rolle spielt.

Wie viele Leute seid ihr in der Band und welche Instrumente kommen zum Einsatz?

Wir sind zu viert und haben die verschiedensten Instrumente auf der Bühne: Akkordeon, Gitarre, Klarinette, Saxofon, Bassklarinette, Schlagzeug, Trompete und sogar ein Bonofon (Knochenxylofon).

Kommen auch elektronische Instrumente vor?

Elektronische Instrumente wie Synthesizer oder Keyboards haben wir keine, das dauert immer so lange, bis man den Knopf zum Anschalten findet. Und von den vielen bunten Lichtern, die da eingebaut sind, wird einem ja oft auch ganz schwindelig.

Singt ihr auf Fränkisch oder Hochdeutsch?

Wir singen viel auf Fränkisch, aber auch auf Hochdeutsch. In unserem anderen Programm "Irrsinn und Idyll" singen wir sogar auf Finnisch.

Sind eure Texte selbst geschrieben oder gecovert?

Die meisten sind von uns, aber es gibt auch ein paar alte Volks- oder Kerwalieder im Programm.

Pflegt ihr neben euren Bühnenauftritten auch heute noch die traditionelle Form der Kirchweih, z. B. in euren Heimatgemeinden?

Das Bratwurstessen auf der Götteldorfer Kerwa im Gasthaus Fetz ist uns immer wieder ein Fest. Aber mit der Band spielen wir eigentlich nur noch im konzertanten Rahmen. Damit die Show dann auch richtig funktioniert und die Leute auch die Möglichkeiten haben, das Konzert halbwegs aufmerksam zu verfolgen, ohne dass wie im Bierzelt vor einem einer sitzt, der lautstark nach vier, fünf Bieren von seiner neuen Doppelgarage erzählt.

Welche musikalischen Einflüsse haben euch neben der fränkischen Volksmusik geprägt?

Schon auch viel Volksmusik aus anderen Ländern, oder Weltmusik wie man sagt, insbesondere aus Osteuropa. Wir waren früher viel als Straßenmusiker unterwegs und haben alles mitgenommen, was wir zwischen die Finger kriegen konnten. Aber natürlich hatten wir auch ein Radio zu Hause und haben uns alles angehört, was geil war. Rock, Rock 'n' Roll, Jazz, klassische Musik, Hip-Hop, alte Schlager.

Was erwartet die Besucher bei eurem Konzert in der Fortuna Kulturfabrik?

Eine mitreißende Show mit virtuoser Musik und jeder Menge Humor, die man hoffentlich so schnell nicht mehr vergisst. Wie bekommt ihr die besonders positive Stimmung in euren Auftritt?

Wir haben in unserer Jugend viel Musik gemacht und dazu das gute fränkische Bier von der Brauerei Dorn aus Bruckberg getrunken. Da hat sich über die Jahre viel positive Energie in unseren Herzen abgelagert, darauf können wir immer wieder zurückgreifen, wenn wir auf die Bühne gehen. Außerdem gibt es ja schon genug negative Stimmung auf der Welt, da muss man ja nur mal den Fernseher einschalten, sich im Supermarkt an die Kassen stellen oder sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr bewegen. Das braucht's dann nicht auch noch auf unseren Konzerten.

Wie weit kommt ihr herum? Und wo kommt ihr am besten an? Ach, eigentlich überall, von Wien bis Schleswig-Holstein. Aber wir spielen schon vermehrt in Süddeutschland, einfach auch, weil wir da schon am bekanntesten sind. Das Gespräch führte Bernd Riehlein.