von unserer Mitarbeiterin Carina Kuhnlein

Friesen — Die Besucher drängen sich auf den Kirchenbänken eng zusammen. Immer mehr Gäste strömen in das schließlich bis auf den letzten Platz besetzte Gotteshaus. Alle sind nur wegen einer Sache da: Sie fiebern dem Auftritt des Chores "Con brio" entgegen.
Mitgebracht haben die Sänger eine bunte Mélange aus den verschiedensten Musikrichtungen: Von Gospel über Rock Pop bis hin zu exotisch klingenden afrikanischen Songs und Neugeistlichen Liedern.

Lieblingslieder ausgewählt

"Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es schon zehn Jahre her sein soll, dass wir mit zitternden Knien und mächtig aufgeregt hier standen", Leiterin Michaela Taube ist sichtlich gerührt. "Wir fühlen uns als Beschenkte. Es gibt nichts Schöneres, als wenn man sich Mühe gibt und anderen damit eine Freude macht", freut sie sich. Die Sänger haben ihre Lieblingslieder aus den letzten zehn Jahren ausgewählt, illustriert mit einigen tollen Impressionen auf einer großen Leinwand hinter dem Chor, die im Leben von "Con brio" Geschichte geschrieben haben, wie beispielsweise die Teilnahme am Katholikentag in Regensburg.
Viel eingängige Melodien und bekannte Texte stehen auf dem Programm - wie zum Beispiel "Ein Licht in dir geborgen". Begleitet werden die Sänger von der eigenen Band. Wenn man sich vor Augen hält, welchen exponentiellen Erfolg "con brio" feiern darf, kann man nur sagen: Chapeau - Hut ab. Denn alles begann mit einigen Gitarrenschülern. Als Höhepunkt des Abends spielten diese Schüler - mittlerweile etwas älter geworden, begleitet durch Solisten aus dem Chor "Halleluja" von Leonard Cohen und "Run" von Leona Lewis.
Beim ersten Konzert war die Jüngste zarte zwei Jahre alt. Auch heute noch darf sich der Chor über reichlich Nachwuchs freuen. Mit dem Lied "Kinder dieser Welt" zeigte der Nachwuchs, angekündigt als "Voices des Frankenwalds" was er kann und mit "Clap your hands" wird Schwung in die Pfarrkirche Friesen gebracht, bis die Wände beben, als alle Besucher fleißig mitklatschen.

Wohltätige Hilfsaktionen

Freude bereiten ist ein hohes Ziel des Chores. Nicht nur durch die Lieder, sondern auch durch wohltätige Hilfsaktionen wurde nah und fern Freude gebracht. So unterstützen sie mit dem Erlös der Konzerte oder Spendenläufen ihr Patenkind in Ghana oder helfen auch vor Ort bei der Renovierung der Bushäuschen in Friesen.

Bewegung in der Kirche

"Con brio" bedeutet so viel wie "mit Feuer, mit Schwung". Deshalb dürfen einige feurige, schwungvolle Stücke nicht fehlen. Ideal dafür, einige afrikanische Songs, die schon alleine von ihrem Rhythmus her prädestiniert sind für Lebensfreude. So wird das Gotteshaus kurzerhand erfüllt von afrikanisch-klingenden Trommeln und der Zuhörer sieht vor dem geistigen Auge unweigerlich Savannen, Schirmakazien auf trockenen Landschaften und Afrikaner mit bunten, farbenprächtigen Gewändern.
Bei diesen Beats hält es die kleinsten Konzertbesucher nicht mehr auf ihren Plätzen und schwingen - wenn noch etwas wackelig - an den Händen der Eltern und Großeltern, fast unbemerkt in den letzten Reihen die Hüften.
Als Ausklang eines eindrucksvollen und kurzweiligen Abends begeistern die Sänger mit "Irgendwas bleibt" von Silbermond, nur mit etwas mehr "brio" interpretiert durch Bass und Schlagzeug.