Druckartikel: Die Stadt Baunach steht gut da

Die Stadt Baunach steht gut da


Autor: Horst Lange

Baunach, Dienstag, 12. Juli 2016

Grundsolide Zahlen präsentierte der Kämmerer. Auch für das gut gebuchte Bürgerhaus Lechner-Bräu gibt es Positives zu vermelden.
Das Bürgerhaus Lechner-Bräu ist ein Aushängeschild für Baunachs Kulturangebot.  Foto: Horst Lange


Einen wohl geordneten und grundsoliden Haushalt präsentierte der Kämmerer der Stadt Baunach, Bernhard Weber, in der Sitzung des Stadtrates. "Baunach steht gut da", stellte Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) zufrieden fest und führte dies auch auf die gute Infrastruktur mit hohen Gewerbesteuereinnahmen zurück, die Baunach zu einer lebens- und liebenswerten Stadt machten.
Nachteilig macht sich die hohe Steuerkraft allerdings auch bei den Schlüsselzuweisungen bemerkbar, sie sanken im Haushaltsjahr gegen Null. Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2016 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 7 116 800 Euro und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 5792 900 Euro ab. Im Verwaltungshaushalt 2016 ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 751 200 Euro vorgesehen. Zum Jahresbeginn belief sich der Schuldenstand auf 1 066 196 Euro. 1#googleAds#100x100 Durch planmäßige Tilgungen von 116 559 Euro und keiner geplanten Neuaufnahme von Krediten in 2016 wird sich die Verschuldung zum 31. Dezember auf 949 636 Euro verringern und somit seit 2009 die Millionengrenze wieder unterschreiten. Umgerechnet auf die 4014 Einwohner Baunachs beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung zum Ende des laufenden Jahres gerade noch 236 Euro.


Zahlreiche Investitionen

Im Investitionsprogramm bis zum Jahr 2019 sind in diesem Jahr 392 000 Euro für die Heizungserneuerung in der Schule, das Baugebiet Hemmerleinsleite IV mit 660 000 Euro, die Fußgängerbrücke über die Baunach mit 750 000 Euro, die Neugestaltung der Randbereiche (Bürgersteige) in der Bahnhofsstraße mit 755 000 Euro und der Bau des Sportplatzes mit 555 000 Euro in 2016 vorgesehen. Mit 438 000 Euro schlägt der Breitbandausbau in diesem Jahr zu Buche. Noch ein bisschen Zukunftsmusik ist der geplante Neubau einer Mehrzweckhalle für den Schulsport, für den in 2017 und 2018 jeweils 1 670 000 Euro im Investitionsprogramm stehen.
Ohne Gegenstimme beschloss letztendlich der Stadtrat die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2016 und den Finanzplan 2015 bis 2019. Wohl nicht gebraucht werde, so Hojer, der Kassenkredit in Höhe von einer Million Euro, der im Bedarfsfall aufgenommen werden könnte.
Nur gute Zahlen hatte Melanie Schmitt in ihrem Halbjahresbericht für das Bürgerhaus Lechner-Bräu parat. Insgesamt wurden 35 Belegungen verzeichnet, zehn davon von der Bücherei, sieben von Vereinen und 15 von Gewerbe und sonstigen Nutzern. Höhepunkte waren unter anderem ein Märchenerzähler, das Feuerbach Quartett, Konstantin Wecker, der Kriminaltango, die Herzensbrecher, die Musicalgala, ein Kindermusical, Konzerte des Musik- und Gesangvereins, der Nachhaltigkeitstag und das Büchereifest.
"Immer viel los" ist laut Melanie Schmitt in der Bücherei, alleine 40 Klassenführungen wurden durchgeführt, dafür erhielt man vom Bayerischen Staatsministerium einen Gütesiegel und vom Stadtrat uneingeschränktes Lob. Mahnend erhob in diesem Zusammenhang der Kämmerer den Finger, bestehe doch angesichts der Vielzahl von Veranstaltungen im Bürgerhaus die Gefahr, dass die Stadt umsatzsteuerpflichtig werde, hier müsse man noch steuerlichen Rat einholen.
Umgebaut wird die Pfarrkirche St. Oswald in Baunach. Deshalb stimmte der Stadtrat einstimmig dem Antrag des Pfarrgemeinderates zu, im Herbst und Winter kostenlos das Bürgerhaus für das Erntedankfest, ein Adventskonzert und ein Krippenspiel nutzen zu können.


Hochwasserschutz bleibt Aufgabe

Ernüchternd ist der Rückblick auf das Hochwasser im Raum Baunach in der Nacht zum 17. Juni. Besonders betroffen waren Dorgendorf und Priegendorf, wo es zu großen Schäden an Straßen und Gebäuden kam. Der Gesamtschaden an öffentlichen Plätzen und Wegen beläuft sich nach Angaben von Ekkehard Hojer auf über 116 000 Euro. Das Ausmaß der Überschwemmungen illustrierte Stadtrat Thomas Distler (CBB) in einer Fotodokumentation. Hojer stellte fest, dass für den erweiterten Hochwasserschutz in der Flur weitere Rückhaltungen dringend benötigt würden. Ein großer Dank galt den zahlreichen Helfern, Freiwilligen und Einsatzkräften, die unermüdlich gegen die Wassermassen und den Schlamm gearbeitet hätten.
Unter "Sonstiges" informierte der Bürgermeister über die Endabrechnung des Bürgerhauses. Die Gesamtkosten betrugen hier 7 261 633 Euro. An Zuschüssen flossen hier 2 860 000 Euro von der Städtebauförderung, eine Million Euro von der Oberfrankenstiftung, 103 000 Euro vom Michaelsbund und 5000 Euro vom Landkreis Bamberg. An eigenen Mitteln wendete die Stadt Baunach 3 352 833 Euro auf.
Ebenfalls abgerechnet wurde der Kindergarten St. Magdalena mit Gesamtkosten von 897 973 Euro, wobei 424 915 auf die Krippe und 483 057 auf den Kindergarten entfielen. Die Förderung betrug 488 350 Euro, der Eigenanteil der Stadt 409 623 Euro.