8.15 Uhr, die Schule hat begonnen, doch in der Aula harrt ein Stapel Rucksäcke und Ranzen einsam aus. Diese Taschen werden nicht im Klassenzimmer gebraucht, sondern ganz woanders: Sie werden sich auf eine sehr weite Reise machen.
Zum ersten Mal nahm in diesem Jahr die Schulfamilie Neudrossenfeld an dem Rucksackprojekt der Hilfsorganisation mary's meals teil. Kinder, Eltern und Lehrer packten auf Initiative von Lehrerin Susanne Müller-Huhs insgesamt 38 Taschen und sammelten diese in der Friedrich-von-Ellrodt-Schule in Neudrossenfeld. Ende Juni gingen die Rucksäcke dann auf ihre Reise zu einer Sammelstelle bei Augsburg.
Die Idee hinter dem Rucksackprojekt ist einfach: Deutsche Kinder schenken und packen afrikanischen Kindern ihre nicht mehr genutzte Schultasche (Rucksack oder Ranzen) und erleichtern ihnen damit den Schulbesuch.


Gebraucht, aber in gutem Zustand

Sie befüllen sie mit Schulmaterial, Hygieneartikeln und etwas Kleidung. Fast alle Materialien dürfen gebraucht sein, müssen aber einen guten Zustand aufweisen. Die Schultaschen werden zentral gesammelt und zu Kindern nach Afrika (Malawi) verschifft. Die Kosten für den Transport übernehmen Sponsoren.
Die Organisation mary's meals versorgt über 1,2 Millionen Schulkinder in den ärmsten Regionen der Erde mit einer warmen Schulmahlzeit. Das Rucksackprojekt geht noch einen Schritt weiter: Schüler helfen Schülern. red