Es wird viel gelacht im Hause des Boxerjohann, wie sein Hausname lautet. Johann Funk, wie er richtig heißt, hatte jetzt bei der Feier seines 90. Wiegenfestes allen Grund zu guter Laune.
In bemerkenswerter geistiger und körperlicher Frische feierte er das stolze Jubiläum. Das Telefon klingelte unablässig. Seine Freunde und Bekannten schätzen ihn ganz offensichtlich sehr. 1925 erblickte er mit vier weiteren Geschwistern das Licht der Welt in Kühlenfels.
Wie für viele seiner Zeit musste er im Krieg an der Westfront kurze Zeit die Uniform anziehen. Neun Monate nach Kriegsende entließen ihn die Amerikaner wieder in die Heimat. 1952 fand er seine große Liebe mit Kunigunda in Hundsdorf. Eine kleine Landwirtschaft bildete die Lebensgrundlage. Dazu verdiente er unter anderem als eigenständiger Milchfahrer 15 Jahre ein zusätzliches Einkommen.
Lachend erzählt Funk von jener Zeit, als er über die Dörfer der Umgebung mit den Pferden tingelte, die Milch bei den Bauern einsammelte und in Ebermannstadt bei der Molkerei ablieferte. Als dann der erste Traktor angeschafft wurde, zeigte sich schon ein deutlicher Fortschritt. Dem folgte ein Unimog als Krönung des Geschäfts. Von seiner Frau lernte er das Korbflechten. Privat gratulieren dem lustigen Jubilar drei Söhne und zwei Töchter.


Gefühltes Dorfoberhaupt

Es passt ganz in die Natur des Jubilars, dass er bei allen vielen Vereinen im Dorf und Obertrubach Mitglied ist und auch aktiv war. Seitens der Kirche gratulierte Pfarrer Werner Wolf. Für die Gemeinde wünschte Bürgermeister Markus Grüner (CSU) dem "gefühlten Dorfoberhaupt" weiterhin Gottes Segen.