Druckartikel: Die Geschichte geht weiter

Die Geschichte geht weiter


Autor:

Burgkunstadt, Donnerstag, 07. Juli 2016

Das Schustermuseum feiert 25-jähriges Bestehen - und hat einiges zu bieten.
Das Schustermuseum in Burgkunstadt Foto: Ingrid Kohles


Das Deutsche Schustermuseum feiert heuer 25-jähriges Bestehen. Fast zeitgleich wurde auch der Förderverein Deutsches Schustermuseum Burgkunstadt gegründet. Wir stellten der Vorsitzenden des Fördervereins Deutsches Schustermuseum, Sabine Heppner, ein paar Fragen.

Möchten Sie uns kurz die Aufgaben und Ziele des Vereins erläutern?
Sabine Heppner: Der Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, das Schustermuseum in seinem Bestand und weiteren Ausbau zu fördern, in allen Schichten und Altersgruppen der Bevölkerung den Sinn und die Wertschätzung dafür zu fördern, das gesamte Schuhmacherhandwerk als Träger wertvoller Kulturleistungen darzustellen und die Erinnerung an eine bedeutende Schuhindustrie am Obermain zu bewahren.

Aus der Presse war zu entnehmen, dass das Schustermuseum am 9. 1#googleAds#100x100 März 1991 eröffnet wurde, also vor 25 Jahren. Wird es seitens der Stadt Burgkunstadt und von Ihrem Verein aus diesem Anlass besondere Aktivitäten geben?
Ja, die gab es bereits mit dem Festakt, zu dem Bürgermeisterin Christine Frieß am 9. April ins Rathaus eingeladen hatte. Gemeinsam mit stellvertretendem Landrat Fischer kamen fast 70 Personen und unterstrichen damit das Interesse für das Schustermuseum und für die Stadtgeschichte. Auch der kostenlose Museumsbesuch am Sonntag, 10. April, wurde überraschend stark angenommen. Es konnten sogar Besucher aus Mittelfranken, Baden-Württemberg und aus der Pfalz begrüßt werden. Die unter den Gästen verloste Museums-Geburtstagstorte von Konditormeister Philipp Besold wurde inzwischen an den Preisträger überreicht.
Die diesjährige Schusternacht wird ebenfalls ganz im Zeichen des Jubiläums stehen. Unser Organisationsteam bestehend aus Karl Ludwig Bergmann, Rudi Fetzer, Peter Heib und Matthias Heppner hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein ansprechendes Fest für Jung und Alt auszugestalten.

Seit einigen Jahren beobachten wir, dass die Schusternacht ein fester Bestandteil der Festaktivitäten in der Stadt Burgkunstadt ist. Wie ist Ihre Einschätzung?
Peter Heib: Es war ein großartiges Fest, auch dank des herrlichen Sommerwetters. Die Schusternacht ist nach dem Altstadtfest eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Burgkunstadt und findet auch im übrigen Landkreis starke Beachtung. Mehr als 1200 Gäste hatten sich auf dem historischen Marktplatz eingefunden und zum Teil bis in die frühen Morgenstunden mitgefeiert. Sogar das Bayerische Fernsehen hat uns einen Beitrag in "Bayern kulinarisch" gewidmet.

Wann findet die nächste Schusternacht statt?
Rudi Fetzer: In diesem Jahr am 15. Juli. Das Besondere ist dabei: Wir feiern gleichzeitig das 25- jährige Bestehen des Deutschen Schustermuseums.

Ein wesentlicher Bestandteil der Schusternacht war in den vergangenen Jahren die Sternwanderung "Auf Schusters Rappen". Wird diese Aktion fortgeführt?
Peter Heib: Ja, auf jeden Fall! In der Regel beteiligen sich rund zehn Wandergruppen aus den Stadtteilen daran. In diesem Jahr werden es sogar mehr sein. Nach der Ankunft auf dem historischen Marktplatz werden der jüngste sowie der älteste Wanderer und die stärkste Wandergruppe mit einem Preis ausgezeichnet. Jeder einzelne Wanderer wird darüber hinaus mit einem Getränkegutschein belohnt. Sehr erfreulich ist, dass die Wanderer von ihren Familienangehörigen und Freunden auf dem Marktplatz empfangen werden und anschließend alle gemeinsam viele Stunden hier bei einem kühlen Getränk und guter Unterhaltung verweilen.

Stichwort Programm. Können wir auch in diesem Jahr wieder auf ein attraktives Programm hoffen?
Rudi Fetzer: Ja, und sogar mit zusätzlichen Überraschungen. Dazu möchte ich im Einzelnen aber noch nichts sagen, sonst wäre es ja keine Überraschung. Folgende Programmbausteine werden aber wieder dabei sein: ab 18 Uhr Getränkeausschank, ab 18.30 Uhr Eintreffen der Wandergruppen. Um 19 Uhr ist die große Eröffnung der Schusternacht mit Begrüßung durch die Bürgermeisterin und den Schusterbuben. Wir dürfen uns auf den Schustertanz, die musikalische Unterhaltung durch den Musikverein Burgkunstadt, die Ehrung der Wandergruppen und eine reichhaltige Tombola freuen - und natürlich die Überraschungen.

Unter dem Deutschen Schustermuseum befindet sich der Schusterkeller. Ist hier auch eine Veranstaltung geplant?
Karl Ludwig Bergmann: Und ob! Hier geht es besonders lustig zu. Bei sehr gutem Rot- und Weißwein und mit einem Alleinunterhalter wird in der Regel bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Aber auch hier ist eine zusätzliche Überraschung geplant. Es lohnt sich in jedem Fall zu kommen. Die Organisatoren der Schusternacht finden sich wie immer nach getaner Arbeit auch dort ein.

Wie ist für das leibliche Wohl gesorgt?
Wie in den letzten Jahren werden Stände vom Minigolf und der Metzgerei Paul Ziegler für fränkische Schmankerl sorgen. Darüber hinaus werden wir von den Damen der Kulturgemeinde Burgkunstadt unterstützt, die wieder Brotzeiten anbieten.

Wird das Schustermuseum in der Schusternacht geöffnet sein?
Matthias Heppner: Das Museum ist anlässlich der Schusternacht von 16 bis 22 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Spenden sind herzlich willkommen.

Auffallend war in der Vergangenheit, dass die Tombola zugunsten des Deutschen Schustermuseums außergewöhnlich gut bestückt war. Auch in diesem Jahr?
Wir hoffen sehr, dass uns die örtliche Geschäftswelt weiterhin unterstützt. Dies unterstreicht auch die Verbundenheit zu einem besonderen Museum in unserer Region.
Sabine Heppner: Wir würden uns sehr freuen, wenn die Anwohner am Marktplatz wieder durch das Aufstellen von brennenden Kerzen an den Fenstern ihrer Häuser der Schusternacht 2016 einen festlichen Rahmen verleihen würden. Ein fröhliches Fest mit hoffentlich vielen Gästen erhöht natürlich den Lärmpegel für einige Stunden, ich bitte die Anwohner um Nachsicht.

Die Fragen stellte Ingrid Kohles.