Die Entscheidung ist gefallen: Die Raiffeisenbank-Filiale in Dormitz bleibt geschlossen und wird auch nicht mehr eröffnet. Zu hoch sind die Kosten für eine Instandhaltung. Bei einem Einbruch Mitte November 2016 war die Filiale regelrecht verwüstet worden. Darüber informiert Gabriele Stiefler, Leiterin Marketing der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach. Dazu gehört nach der Fusion der Raiffeisenbank Neunkirchen am Brand mit der VR-Bank im Jahr 2014 auch die Bankfiliale in Dormitz.
Bei dem Einbruch waren die Mitarbeiterräume verwüstet, Schreibtische beschädigt und auch anderes Mobiliar einfach zerstört worden. Stiefler teilte damals bereits mit, dass nicht einfach nur ein Teil geöffnet werden und von dem anderen Bereich abgetrennt werden könne.
Am zweiten Tag nach dem Einbruch war die Spurensicherung der Polizei abgeschlossen. Versicherungstechnische Fragen mussten noch geklärt werden. Diese Fragen wurden nun abschließend besprochen. "Die Schäden sind so hoch, dass eine Instandsetzung nicht mehr rentabel ist", erklärt Gabriele Stiefler. "Das veranschlagte Budget würde deutlich überschritten werden", sagt Stiefler.


Bei Pendlern beliebt

Damit weist sie auch von sich, dass kleinere Filialen durch die Fusion geschlossen würden. Mit der Fusion habe das nichts zu tun, erklärt die Leiterin Marketing. Gerade von den Pendlern ist die Dormitzer Filiale gerne genutzt worden, liegt sie doch leicht erreichbar direkt auf dem Weg Richtung Erlangen oder Nürnberg. Die Kunden müssen künftig in andere Ortschaften fahren und sich einen Parkplatz suchen, um Geld abzuheben. Denn auch der Vorraum, in dem der Geldautomat stand, war nach dem Einbruch nicht erreichbar gewesen.
Die Kunden werden in einem Schreiben von der Schließung für immer informiert. In dem Schreiben wird auch auf die Möglichkeit des Geldabhebens an Automaten in den Supermärkten hingewiesen. Selbst auf diese Automaten habe man rund um die Uhr Zugriff. "Die Raiffeisenbank wird von Mitgliedern getragen. Wir müssen uns vor ihnen rechtfertigen", erklärt Stiefler die Entscheidung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Bankfiliale für immer geschlossen zu lassen. Aber die Kunden würden in dem Schreiben auch auf das neue Beratungszentrum hingewiesen, das in Neunkirchen am Brand in der Von-Pechmann-Straße Ende 2018 eröffnet werden soll. Wie das Gebäude in Dormitz künftig genutzt wird, ist noch nicht entschieden.